frage


Jan­ick hat am 20/10/2003 gefragt:
ich bin völ­lig fer­tig, eigendlich wollte ich das ein­fach run­ter­schluck­en, aber es macht mich fer­tig: als ich am sa zum ersten mal mit mein­er fre­undin gescglafen habe, wurde si nach einiger zeit ohn­mächtig und war etwa eine halbe stunde weg, bis ich si mit wass­er weck­te, si ist jetz wütend auf mich und redet nicht mehr mit ihr, aber ich habe ja nichts gemacht, was sie nicht wollte, ist das wirk­lich meine schuld?

Daniel_heiniger hat am 21/10/2003 geantwortet
Hal­lo Janick

Es gibt nichts, was es nicht gibt.

Ich nehme jet­zt mal an, dass der Sex im gemein­samen Ein­ver­ständ­nis stattge­fun­den hat. Dann ist davon auszuge­hen, dass es nicht ein­fach Deine Schuld ist.


Was genau die Ursachen sind, darüber müsstet Ihr Euch gemein­sam unter­hal­ten. Sie müsste bere­it sein, offen und ehrlich darüber zu reden, wie es ihr erg­ing, was sie dabei fühlte. Und du natür­lich auch.


War es über­haupt ihr erstes Mal Sex? War sie noch Jungfrau? Dann kön­nte es ihre über­steigerte Erwartung und eventuell Angst vor der Entjungfer­ung gewe­sen sein. Anson­sten weiss ich es nicht, da müsste, wie gesagt, sie schon sel­ber etwas dazu sagen.


Falls sowas nicht zum ersten Mal vorkommt, oder eventuell sog­ar über­haupt, emp­fiehlt sich vielle­icht ein Besuch beim Arzt oder Fraue­narzt. Möglicher­weise kann der etwas dazu sagen.


Her­zliche Grüsse

— Daniel

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verbotene liebe

  Yolanda4 hat am 7/10/2003 gefragt:
  hal­lo daniel
  ich weiss nicht ob ich die vie­len gefühlswirren und gedankengänge die in meinem kopf umher­schwirren in ein paar sätzen nieder­schreiben kann. ich (37), seit 13 jahren mit einem aufmerk­samen, gefüh­lvollen, boden­ständi­gen mann ver­heiratet, sollte eigentlich glück­lich sein, da es mir an nichts man­gelt. trotz alle­dem habe ich mich vor einiger zeit in meinen besten fre­und (den ich auch seit 10 jahren kenne) ver­liebt. es ist als ob unsere fre­und­schaft über die jahre ein­fach feuer gefan­gen hat. zu spät habe ich bemerkt, wie tief die spur durch mein herz bere­its ist. habe ver­sucht mich zurück­zuziehen und zu vergessen wie ansteck­end sein lachen ist und wie wohltuend seine nähe. er hält jede zelle in mir beset­zt. was soll ich bloss tun?
  yolan­da

 

  Daniel_heiniger hat am 8/10/2003 geantwortet
  Liebe Yolan­da

Diese Frage beschäftigt die Philosophen und vor allem die Schrift­steller seit Jahrhun­derten. Und ich kann sie eigentlich auch nur philosophisch beant­worten. Wer bin ich denn, als dass ich Dir auf­grund der paar Zeilen einen konkreten Ratschlag erteilen könnte…?

Es ist so die Frage nach dem alten Sprich­wort: Was will ich lieber? Den Spatz in der Hand oder die Taube auf dem Dach?

Du kön­ntest zum Beispiel abwä­gen, die bei­den Män­ner und ihre Qual­itäten gegeneinan­der aufrech­nen. Und dabei auch die Fak­toren Sicher­heit, emo­tionale Für­sorge und Sta­bil­ität mit ein­beziehen. Oder aber Du fol­gst Deinem Herzen, oder Dein­er Seele, was dur­chaus nicht das­selbe ist. Oder aber Du stellst Dir die Frage, mit welchem von den bei­den Män­nern Du gerne alt wer­den möchtest.

Let­z­tendlich ist es egal, welche Entschei­dung Du triff­st. Es führt allerd­ings kein Weg daran vor­bei, dazu zu ste­hen, die Ver­ant­wor­tung dafür zu übernehmen und den Kon­se­quen­zen nicht aus dem Weg zu gehen. Alles andere wäre ver­logen und Dein­er Selb­stach­tung abträglich.

Wenn Du Dich allerd­ings für den einen oder anderen entsch­ieden hast, dann wün­sche ich Dir, dass Du Dich in Zukun­ft auf diesen beson­deren Mann ein­lassen kannst. Voll und ganz. Dass Du die emo­tionale Nähe zu ihm und die seel­is­che Ver­bun­den­heit mit ihm suchst und pflegst. Das bedeutet dann allerd­ings auch wiederum, dass Du Dir keine neuen “Neben­beziehun­gen” auf­baust, auch wenn es “nur” Fre­und­schaften sind, weil, wie Du siehst, kann aus so etwas unver­hofft mehr wer­den. Das kannst Du bee­in­flussen. Indem Du bewusst immer wieder die Entschei­dung für den gewählten Part­ner wählst. Und allzu­grosse emo­tionale Nähe zu anderen Män­nern gar nicht zulässt. Alles andere wäre real­itäts­fremd und bringt Dich nur immer wieder in die Bre­doul­lie. Wenn Du emo­tionale Nähe zu anderen Men­schen brauchst ausser­halb der Ehe (was natür­lich nichts als nor­mal ist) dann (so meine Empfehlung) halte Dich ans eigene Geschlecht. Baue Dir einen Kreis von Fre­undin­nen auf, mit denen Du Dich gerne triff­st, mit denen Du über alles reden kannst.

Eigentlich möchte ich Dir aber noch sagen, dass ich es bedauern würde, wenn Du die beste­hende langjährige Beziehung mit dem “aufmerk­samen, gefüh­lvollen, boden­ständi­gen Mann”, bei der es Dir “an nichts man­gelt” ein­fach so been­den würdest. Der Hin­weis, dass Du Dich “eigentlich glück­lich” fühlen soll­test, macht mich darauf aufmerk­sam, dass dort etwas fehlt. Hast Du Dich schon gefragt, was das ist? Mir fällt spon­tan das Wort “Lei­den­schaft” ein. Kön­nte dieser Man­gel nicht behoben wer­den? Die Lei­den­schaft wieder­belebt wer­den? Auf­grund mein­er eige­nen Erfahrung (ich bin eben­falls seit 13 Jahren ver­heiratet) kann ich Dir bestäti­gen, dass die Lei­den­schaft nach ein paar Jahren abflaut. Dass es beson­dere Hingabe und Aufmerk­samkeit braucht, sie wieder aufleben zu lassen. Lei­der ist das genau das, worüber man in keinem Rat­ge­ber etwas nach­le­sen kann. Was in allen roman­tis­chen Fil­men und Büch­ern immer aus­geklam­mert wird. Hier sind wir alle echt auf uns allein gestellt. Wir müssen uns selb­st auf unbekan­ntes Ter­ri­to­ri­um vor­wa­gen. Neue Dinge aus­pro­bieren. Mut fassen. Mit dem Part­ner darüber reden, was wir wollen, was wir wün­schen, was unsere Sehn­süchte sind. Das ist nicht ein­fach, und die Lösung fällt uns nicht in den Schoss. Aber ich kann Dir sagen, und Du weisst das eigentlich auch selb­st: Es lohnt sich. Am Ende des Tun­nels, oder auch schon unter­wegs, wartet eine innigere und tief­ere Beziehung auf uns, die noch erfül­len­der ist, als alles, was wir uns vorstellen kön­nen. Offen­heit, Ehrlichkeit, Behar­rlichkeit sind der Schlüs­sel zum Erfolg. Und Aussen­beziehun­gen sind dabei nur störend, lenken uns ab vom Wesentlichen, auch wenn die Ver­suchung gross ist und es dort viel leichter zu fall­en scheint.

Her­zliche Grüsse
— Daniel

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Verstehe ihn nicht!


Alli­na hat am 19/9/2003 gefragt:
Guten Abend Daniel
Ich bin völ­lig rat­los. Als ich noch einen Fre­und hat­te, hat mein bester Kol­lege mir seine Zunei­gung ges­tanden. Immer wenn wir zusam­men waren, hat es geknis­tert. Er ist und war schon immer mein nicht erre­ich­bar­er Traum­mann und ich habe mich natür­lich auch wieder in Ihn ver­liebt und habe mit meinem Fre­und Schluss gemacht. Als er dies erfahren hat, sagte er er glaube er habe sich in etwas reingesteigert und hätte Angst vor ein­er Beziehung. Gut, habe ich akzep­tiert und gesagt, wir geben uns noch etwas Zeit. Eine Woche später wolle er aber keine Zeit mehr, son­dern sofort mit mir zusam­men sein. Eine Woche später war er sich aber wieder nicht so sich­er und sagte wir sollen doch bei der pla­tonis­chen Fre­und­schaft bleiben. (wir sind seit 10 Jahren befreundet)Für mich ist diese ganze Sit­u­a­tion so verzwickt. Da wir jet­zt wieder “nur” Fre­unde sind, sind wir wieder offen­er, gelöster allerd­ings knis­tert es doch zwichen uns. Er meint aber, dass sein nur eine pla­tonis­che Liebe, ich sei zwar attrak­tiv und ero­tisch für Ihn, allerd­ings sei ich ihm so nah wie eine Schwest­er also sex­uel una­trak­tiv. Kön­nen Sie Ihn ver­ste­hen? Gibt es noch eine Chance für mich? Oder muss ich Ihn mir aus dem Kopf schla­gen? Muss dazu sagen, dass er noch nie eine lange Beziehung hat­te (25 Jahre), hat er Angst? Liebt er mich vielle­icht wie eine Schwest­er? Her­zlichen Dank für Ihre Antwort. Fre­undliche Grüsse

Daniel_heiniger hat am 20/9/2003 geantwortet
Liebe Alli­na

Ich weiss nicht so recht, was das heis­sen soll, eine Frau wie eine Schwest­er zu lieben. D.h. ich ver­ste­he zwar schon, was er meint, aber für mich gibt es das nicht. Ich habe noch nie eine Frau “geliebt wie eine Schwest­er”, will heis­sen, meine Zunei­gung zu Frauen hat eigentlich immer auch die sex­uelle Kom­po­nente. Das hat mich zwar immer wieder in erhe­bliche Schwierigkeit­en gebracht, aber so wie Dein pla­tonis­ch­er Fre­und es beschreibt kenne ich das nicht.

Wenn ich als Mann mit ihm reden würde, dann würde ich ihm sagen, er solle die Ausre­den sein lassen und ehrlich dazu ste­hen, dass er schlichtweg ein Angsthase ist und dass es die Angst vor Beziehun­gen ist, die ihn immer wieder in die Flucht treibt, obwohl er Frauen doch sehr attrak­tiv find­et. Und gle­ichzeit­ig würde ich ihm sagen, dass seine Art, sich Frauen gegenüber zu ver­hal­ten (wech­sel­nd zwis­chen anziehend und abstossend) diesen gegenüber eine Frech­heit ist. Dass er wohl noch nicht reif sei für eine ern­sthafte Beziehung und dass er sich solch­es am Besten für die näch­sten paar Jahre aus dem Kopf schla­gen solle. Dass es aber dur­chaus Mit­tel und Wege gebe, seine Beziehungs­fähigkeit zu erhöhen. Beispiel­sweise ser­iöse Män­ner­work­shops, wie sie etwa von http://www.projektb.ch ange­boten werden.


Das würde ich als Mann zu ihm sagen. Ich bin allerd­ings nicht sich­er, ob Du als Frau und poten­tielle Geliebte ihm das sagen soll­test. Ob es angemessen ist für Dich, das zu sagen. Allerd­ings kenne ich den Burschen nicht und deshalb habe ich keine Gele­gen­heit dazu, es ihm selb­st zu sagen. So wirst Du wohl oder übel diesen Part übernehmen müssen.


Ob es für Dich eine Chance gibt oder ob Du ihn Dir aus dem Kopf schla­gen soll­test, kann ich natür­lich nicht ein­deutig beant­worten. Wie Du oben gese­hen hast, halte ich seine Lamen­tier­erei von wegen “wie eine Schwest­er” für Bock­mist. Er ist allerd­ings offen­sichtlich noch nicht reif für eine ern­sthafte, tiefe Beziehung. Wenn er Dir also wirk­lich so wichtig wäre, dann müsstest Du wohl viel Geduld auf­brin­gen und ihn zu seinen näch­sten Entwick­lungss­chrit­ten ermuti­gen, bevor er dann zu ein­er Part­ner­schaft reif wäre. Das kann aber dauern. Bis zu mehreren Jahren. Ob Du das willst, musst Du selb­st entschei­den. Falls nicht, ja, dann schlag ihn Dir aus dem Kopf und schaue Dich bess­er nach einem anderen Mann um, der auch Dich “wie eine Frau” liebt, nicht “wie eine Schwest­er”. Solche Män­ner gibts!


Her­zliche Grüsse

— Daniel

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ich liebe meinen ex immer noch, wie bekomme ic…

 

Uhuu­ra hat am 24/8/2003 gefragt:
  ich liebe meinen ex immer noch ‚wie bekomme ich ihn zurück?

Daniel_heiniger hat am 5/9/2003 geantwortet
  Da müsstest Du schon etwas mehr erzählen über Dich, Deinen Ex, über die Beziehung, die ihr hat­tet, und über die Ursachen der Tren­nung sowie die Art des auseinan­der-gehens. Dann erzäh­le ich Dir gerne, was ich davon denke und kann Dir den einen oder anderen Ratschlag geben.

Her­zliche Grüsse

— Daniel

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Hallo ich heisse claudia und möchte gerne wiss…

 

Claudia_de hat am 11/7/2003 gefragt:
  Hal­lo ich heisse clau­dia und möchte gerne wis­sen wie die Beziehung mit meinen Fre­und Chris­t­ian weit­er gehen wir

Daniel_heiniger hat am 5/9/2003 geantwortet
  Liebe Clau­dia

Ich bin lei­der kein Hellse­her und deshalb kann ich diese Frage so nicht beant­worten. Du müsstest mir schon etwas mehr erzählen über Dich, über Deinen Fre­und und über Eure Beziehung. Dann gebe ich Dir auch gerne meine Gedanken dazu.

Her­zliche Grüsse

— Daniel

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Mein Freund träumt in letzter Zeit sehr oft vo…

 

Mel3 hat am 10/7/2003 gefragt:
  Mein Fre­und träumt in let­zter Zeit sehr oft von mir und auch nur komis­che Sachen wie z. B. das ich mit ihm vor der woh­nungstür ste­he und ihm z. 1. mal aus heit­erem him­mel beim auf­schliessen sage, das ich ihn liebe. ich muss dazu sagen wir sind noch nicht lange zusam­men. Hat das was zu bedeuten?vielleicht das er sich es wün­scht oder er ein­fach öfter nette worte von mir braucht? Ich bin näm­lich nicht wirk­lich der typ der sowas sehr oft sagen kann. Aber er weiss es. Oder das er oft schon was geträumt hat, was dann ein­tritt, aber immer mit mir, z. B. das wir im bett liegen und ich ihn frage ob er einen schlecht­en tag hat. er antwortet dann, dass er das alles schon geträumt hat, dass das mal so passieren wird, also ein dejavue hat. Sehr komisch, kön­nt ihr mir weit­er­helfen? Das wäre nett. Vie­len Dank im voraus

Daniel_heiniger hat am 5/9/2003 geantwortet
  Dein Fre­und ist offen­bar sehr sen­si­bel. Das gibt es häu­figer als man meint, dass Men­schen Vorah­nun­gen haben oder träu­men. Meine Frau erzählt mir auch häu­fig von Din­gen, die sie “gespürt” hat, beson­ders wenn es um mich geht. Z.B. weiss sie häu­fig, dass jemand aus ihrem Bekan­ntenkreis gle­ich anrufen wird. Dann dauert es eine Minute und das Tele­fon klin­gelt. Hat mich schon voll aus den Sock­en gehauen.

Das ist mal das eine. Das andere ist sein Traum von vor der Woh­nungstüre. Hier müsste natür­lich ein Traumdeuter Auskun­ft geben. Meine eigene beschei­dene Inter­pre­ta­tion wäre, dass ihm sein Unter­be­wusstes die Botschaften gibt, die Du ihm selb­st nur sel­ten geben kannst, und ihn damit ver­sichert, dass alles in Ord­nung ist. Hin­weis an Dich: Es fällt Dir kein Zack­en aus der Kro­ne, wenn Du ihm spon­tan “Ich liebe Dich” sagst (natür­lich nur, wenn Du das auch meinst). Weit­ere klein­er Hin­weis: Män­ner wollen von ihren Frauen gebraucht wer­den, Frauen wollen von ihren Män­nern begehrt wer­den. Deshalb mache ich mich so gerne nüt­zlich und wech­sle die defek­ten Glüh­bir­nen. Am lieb­sten natür­lich wenn mir meine Frau danach sagt, wie sehr sie dankbar ist, dass ich diese Dinge für sie erledi­ge, und dass sie das selb­st nicht kön­nte (natür­lich mit einem Augen­zwinkern, selb­stver­ständlich kön­nte sie die Glüh­birne auch selb­st wechseln).
  


Her­zliche Grüsse

— Daniel

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Beratungshilfe

 

Biest27 hat am 10/6/2003 gefragt:
  Guten Tag,
  meine Ehe ist ger­ade been­det, mein Mann hat eine Fre­undin und ich möchte nun wis­sen, wer mir jet­zt weit­er helfen kann und wieviel Unter­halt mir zusteht.
  Haben 2 Kinder ( 5 und 8 )

Daniel_heiniger hat am 18/6/2003 geantwortet
  Ich kenne mich da zwar nicht so wahnsin­nig gut aus, aber ich würde mich mal an das für den eige­nen Wohnort zuständi­ge Frieden­srichter­amt wen­den. Die kön­nen Dich über die für eine Tren­nung oder Schei­dung notwendi­gen Schritte und Voraus­set­zun­gen informieren. Falls Du “Beobachter”-Abonnentin bist, würde ich mich auch mal dahin wen­den. Bes­timmt gibt es in Dein­er Region eine Art Frauen­zen­trale oder ein Frauen­haus, die/das Du anfra­gen kön­ntest. Eventuell kann auch eine Bud­get­ber­atungsstelle helfen.

Her­zliche Grüsse

— Daniel

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Was für Verhaltensmethoden gibt es um ein Bezi…

Widi hat am 12/5/2003 gefragt:
Was für Ver­hal­tens­meth­o­d­en gibt es um ein Beziehungskon­flikt ruhig und sach­lich auszu­tra­gen und die Sit­u­a­tion nicht eskalieren zu lassen?

Daniel_heiniger hat am 18/6/2003 geantwortet
Ich denke, das wichtig­ste ist, offen und ehrlich zu sein und nicht dem anderen Vor­würfe zu machen.

Also:

1. Sage wie es ist. Sprich aus, was du als deine Wahrheit empfind­est, wie du die Sache siehst, was du dabei fühlst, wie es dir dabei geht.

2. Ver­mei­de Vorwürfe

3. Wenn Vor­würfe an dich gerichtet wer­den: Halte kurz inne, denke darüber nach, was du empfind­est, und drücke das aus. z.B. “das klang für mich wie ein Vor­wurf. Ich halte ihn für ungerecht­fer­tigt und es schmerzt mich, das von dir zu hören”.

4. Denke über Deine Wün­sche und Bedürfnisse nach und sprich sie aus.


Diese Punk­te kön­nen schon sehr helfen, einen Kon­flikt zu beruhi­gen und zu einem frucht­baren Ende zu brin­gen. Natür­lich gibt es zu diesem The­ma uner­schöpfliche Men­gen an Lit­er­atur. Jede gute Buch­hand­lung wird Dich berat­en kön­nen. Und jede Menge an Sem­i­naren und Kursen. Als ein Beispiel ein­er Sem­i­naror­gan­i­sa­tion, die Kurse anbi­etet, an dem solche The­men regelmäs­sig ange­sprochen wer­den, mag http://www.projektb.ch dienen.

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Angst vor körperlichem–> Psychisches Problem?

Stev­el hat am 2/5/2003 gefragt:
Hal­lo,
ich habe fol­gen­des Problem:
Meine Fre­undin (16) und ich (19) waren jet­zt über 8 Monate zusam­men und haben uns nun getrennt.
Sie sagt, sie liebt mich nicht mehr.
Dieser “Gefühlsum­schwung” hat sich jedoch recht plöt­zlich vollzogen.
Inner­halb ein­er Woche wollte sie mich plöt­zlich nur noch ganz sel­ten und kurz sehen, und ab da
ging alles den Bach runter.…das lief dann über 6 Wochen so, in denen
sie sich kör­per­lich total zurück­ge­zo­gen hat (auch kein Kuscheln mehr).
Vorher hat sie fast noch mehr als ich diese kör­per­lich Nähe gesucht.
Nun zu mein­er Frage:
Meine Fre­undin ist ein recht ängstlich­er Men­sch, sie hat z.B.
- Angst vor Keimen, wäscht sich deswe­gen sehr oft die Hände, z.T. über 5 Minuten,
das mehrmals am Tag, bere­its 2x hat­te sie deswe­gen blutige Hände.
- Angst vor Medika­menten, sie weigerte sich auch bei 40° Fieber Medika­mente zu nehmen.
- redet ständig davon, von anderen nicht gemocht zu werden
- hat­te früher immer Angst mich zu verlieren
- hat das Gefühl, an andere Leute nicht “ranzukom­men”…
- sucht jet­zt Anschluss in ein­er mein­er Mei­n­ung nach recht selt­samen Clique
- will immer alles allen Recht machen
Jet­zt habe ich fol­gen­den Fehler gemacht, der mir aber erst im Nach­hinein bewusst wurde:
Wir hat­ten noch keinen Geschlechtsverkehr, nur unser Kuscheln wurde immer intensiver.
Daraufhin habe ich sie gefragt, ob sie sich nicht die Pille ver­schreiben lassen will, und
sie hat in ihrer typ­is­chen Art gesagt“Hmm, ja, wär schon nicht schlecht”, also nicht so richtig ja aber auch nicht nein.
Ich habe darufhin wirk­lich drauf geachtet, dass sie einen Ter­min beim Fraue­narzt ausmacht.
Dieser Ter­min sollte 6 Wochen später sein.
Aber auch schon während dieser 6 Wochen lief bei uns fast gar nichts mehr, eben auch kein Kuscheln.
Nur ein­mal habe ich sie, in der ersten Woche dieser besagten 6, zum ersten Mal “gefin­gert”, was
ihr aber sichtlich gefall­en hat, das hat sie mir auch nach­her noch bestätigt. Bloss ab dann erfol­gte der totale Rückzug.
Ich habe oft mit ihr drüber gesprochen, ob es alles daran liegt, doch sie sagte immer nein, bloss woher sollte es dann kommen??
Ausser­dem begann sie im Jan­u­ar mit einem Jun­gen aus ihrer Par­al­lelk­lasse bis zu 2x am Tag zu mailen. Sie ver­sicherte mir aber stets, dass sie ihn bloss als guten Fre­und sieht, mit dem­man gut reden kann, aber eben nicht mehr. Sie ist auch bis heute, obwohl wir schon 6 Wochen nicht mehr zusam­men sind, nicht mit diesem eMail-Fre­und zusam­men, son­dern nur in der­sel­ben Clique und daher häu­figer mit ihm zusam­men weg.
Oder Kann es alles unbe­wusst mit ihren Ängsten zusammenhängen?
Die Pille ist ja doch ein recht heftiges Medikament
Ich habe sie wirk­lich nie zu etwas gedrängt, das sie nicht auch wollte…
Ich habe ihr alle Zeit der Welt gegeben.
Kann es trotz­dem sein, dass es diese unbe­wusste Angst war, jet­zt bald mit mir schlafen zu MÜSSEN?
Sie selb­st inter­essieren diese Fra­gen wenig, sie sagt nur “Gefüh­le ändern sich eben, ich liebe dich nicht mehr”,
aber ich bin schon inter­essiert an den Ursachen.

Daniel_heiniger hat am 22/6/2003 geantwortet
Lieber Stev­el

Auf den let­zten Punkt möchte ich als erstes einge­hen: Du inter­essierst Dich für die Ursachen. Auf­grund Dein­er rel­a­tiv aus­führlichen Beschrei­bung kön­nte ich Dir zwar dur­chaus eine tiefenpsy­chol­o­gis­che Analyse des Ver­hal­tens Dein­er Fre­undin liefern. Aber ander­er­seits frage ich mich, was Dir das brin­gen würde? Es ändert nichts und hil­ft Dir auch nicht, sie wieder zurückzugewinnen.


Der Haupt­punkt ist der: Jed­er Men­sch muss seine Prob­leme sel­ber lösen. Du kannst sie höch­stens darauf hin­weisen, dass es ihr gut­tun würde, wenn sie sich pro­fes­sionelle Hil­fe zukom­men lassen würde. Aber danach muss sie das selb­st an die Hand nehmen. Frei­willig. Ohne dass Du sich­er­stellst, dass sie einen Ter­min beim Psy­cholo­gen ausmacht.


Viele Men­schen (und Du ja offen­sichtlich auch), glauben, dass sie ihrem Mit­men­schen helfen kön­nen, seine Prob­leme zu lösen. Das ist sicher­lich richtig, aber nur, wenn sich dieser auch helfen lassen will. Aber selb­st dann kann der grösste Teil eigentlich nur darin beste­hen, dass wir Anteil nehmen und diesen Men­schen auf seinem Weg begleit­en. Deine Fre­undin zieht es im Moment anscheinend vor, ihren Weg auf ihre Weise zu gehen. Und auch wenn Du das im Moment nicht glaub­st, so wird dieser Weg sie länger­fristig weit­er­brin­gen. Vielle­icht gäbe es schnellere Wege, aber es liegt nicht an uns, hier zu urteilen.


Mit 16 Jahren ist sie noch sehr jung, und Dein Wun­sch nach Sex­u­al­ität mag zwar berechtigt sein, sie fühlt sich aber offen­sichtlich im Moment davon noch über­fordert. Ihr Weg wird sie daher wahrschein­lich von Dir weg bewe­gen. Das wirst Du wohl oder übel ein­fach akzep­tieren müssen.


Nichts­destotrotz möchte ich Dir sagen: Aus Deinem Brief spricht viel Sen­si­bil­ität und Mit­ge­fühl. Dafür möchte ich Dich anerken­nen. Auch die Tat­sache, dass Du Dich an dieses Forum hier gewandt hast, spricht für Dich. Vie­len Men­schen fällt es schw­er, zuzugeben, dass sie Hil­fe brauchen.


Bleib wie Du bist!

— Daniel

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