Ökologie der älteren Generation

Eine alte Frau nahm sich einen Plas­tik­sack für ihre Einkäufe, und die Kassierin warf ihr vor, nicht ökol­o­gisch zu han­deln. Die Kassierin sagte zu der Frau, dass die Gen­er­a­tion der alten Dame den Umweltschutz über­haupt nicht ver­stünde; dass es auss­chliesslich die Jun­gen seien, die für die alte Gen­er­a­tion bezahlen müssten, welche die ganzen natür­lichen Ressourcen ver­schwen­det habe! Die alte Frau entschuldigte sich und erk­lärte: «Es tut mir leid, wir hat­ten damals, zu mein­er Zeit, keine ökol­o­gis­che Bewe­gung.» Als sie den Laden ver­liess, mit unbe­haglich­er Mine, set­zte die Kassierin, eisig, hinzu: “Es sind Leute wie Sie, die auf unsere Kosten die ganzen Ressourcen ruiniert haben. Ist doch wahr, ihr habt damals über­haupt keine Rück­sicht genom­men auf die Umwelt!”

Die alte Dame wandte ein, dass man damals die Milch­flaschen und auch die Colaflaschen in den Laden zurück­brachte. Der Laden hat sie in die Fab­rik zurück­geschickt, wo sie gewaschen, ster­il­isiert, und erneut abge­füllt wur­den; man benutzte dieselbe Flasche mehrere Male. Und sie fügte hinzu: Damals, zu mein­er Zeit, hat man die Flaschen ganz reell rezyk­liert, aber man kan­nte keinen Umweltschutz.

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Wie lösche ich ein Bild aus Google? — vom Umgang mit dem Urheberrecht

Frage eines Kun­den von mir:

Guten Tag Herr Heiniger
Ich möchte ein Bild aus mein­er Web­seite löschen. Dieses Bild ist gelöscht auf der Home­page und in der Mediathek meines CMS. Es taucht aber immer noch auf, wenn ich in der Google Bilder­suche danach suche. Kön­nen Sie mir helfen, wie ich dieses Bild für immer und ewig los werde?
Her­zlichen Dank im Voraus und son­nige Grüsse

Meine Antwort darauf:
Wie ich auf Nach­frage von Ihrem Chef hörte, beka­men Sie Post von einem Anwalt, der als Vertreter des Urhe­bers des betr­e­f­fend­en Bildes Unter­las­sung und Schaden­er­satz fordert. Sie hat­ten das besagte Bild von ein­er anderen Web­seite herun­terge­laden und auf der Web­seite Ihres Arbeit­ge­bers verwendet.
Ich weiss nicht, ob Ihnen das bekan­nt ist: Das Urhe­ber­recht gibt dem Urhe­ber kün­st­lerisch­er Werke weit­ge­hende Frei­heit in die Hand, über die Ver­wen­dung sein­er Werke frei zu ver­fü­gen. Er darf für jeden Ein­satz Lizen­zge­bühren ver­lan­gen. Wie lösche ich ein Bild aus Google? — vom Umgang mit dem Urhe­ber­recht weiterlesen

Warum wurde die Reduktion des Umwandlungssatzes der Pensionskassenrenten abgelehnt?

Manch­mal frage ich mich schon, wie weit Poli­tik­er und Wirtschafts­führer von der Real­ität der Bevölkerung ent­fer­nt sind. Da wun­dert man sich doch lan­dauf, landab darüber, wie die Schweiz­er Bevölkerung mit ein­er Dreiviertelmehrheit die Logik über Bord wer­fen kon­nte und ver­ant­wor­tungs­los zukün­fit­gen Pen­sion­ierten Geld zus­pricht, das diese gar nicht sel­ber erspart haben.
Nun ja, wie soll ich sagen: Die Bevölkerung hat in den let­zten Jahren anschaulich gelernt:

  • Dass Reiche hem­mungs­los den Steuer­wet­tbe­werb aus­nutzen und dor­thin ziehen, wo sie keine oder nur wenig Steuern zahlen müssen
  • Oder aber sie hin­terziehen gle­ich ihre Steuern und ver­schieben ihr Geld heim­lich in ein Land mit Bankgeheimnis.
  • Invest­ment­banker ver­zock­en nicht nur ihr eigenes Geld, son­dern auch das­jenige ihrer Kun­den hem­mungs­los an der Börse.
  • Dabei scheuen sie nicht davor zurück, die Kun­den mit falschen oder unklaren Ver­sprechun­gen in Investi­tio­nen zu lock­en, die diese eigentlich gar nicht wollen und auch nicht ver­ste­hen, solange nur der eigene Umsatz und somit der Bonus stimmt.
  • In guten Zeit­en kassieren sie schwindel­er­re­gende Boni und in schlecht­en Zeit­en ist kein­er ver­ant­wortlich, und der Steuerzahler trägt die Ver­luste.
  • Das vom Steuerzahler zur Ret­tung eingeschossene Geld wird so rasch wie möglich absorbiert und zur Fort­führung der Bonus-Par­ty einge­set­zt. An eine Rück­zahlung der Ret­tungs­gelder nach erfol­gre­ich­er Ret­tung denkt natür­lich kein­er. Wozu auch.
  • Nach­dem der Staat das Führen von Pen­sion­skas­sen­guthaben für alle Arbeit­ge­ber oblig­a­torisch macht, ergat­tern sichVer­sicherun­gen so rasch wie möglich ein schönes Teil dieses lukra­tiv­en Kuchens. So viel Sparzins wie möglich für die Ver­sicherten zu erwirtschaften liegt nicht in ihrem Inter­esse, stattdessen wird zusät­zliche Ren­dite lieber als Gewinn abgeschöpft.
  • Das Führen von eigen­ständi­gen Pen­sion­skassen wird durch staatliche Vorschriften so kom­pliziert gemacht, dass ein Heer vonFinanzber­atern und Anwäl­ten nötig wird, die sich hier eine gold­ene Nase ver­di­enen kön­nen. Die Ver­wal­tungskosten ger­ing zu hal­ten liegt nicht in ihrem Inter­esse, im Gegenteil.
  • Poli­tik­er lassen sich von der Wirtschaft für irgendwelche Man­date offen oder verdeckt bezahlen und ver­wan­deln sich so vom Volks- zum Interessenvertreter.

So ist heutzu­tage klar: Ich (und viele andere Leute auch) fühlen sich von der Poli­tik nicht vertreten. Eben­falls ist Ethik und Moral offen­sichtlich ein Fremd­wort gewor­den für alle diejeni­gen, die sie sich eigentlich leis­ten kön­nten. Warum wird von mir Ver­nun­ft, Ehrlichkeit und Rechtschaf­fen­heit erwartet, wo mir doch von dutzen­den von Vor­bildern in Poli­tik und Wirtschaft die Hem­mungslosigkeit vorgemacht wird? Warum wird von mir (und anderen kleinen Bürg­ern) Sol­i­dar­ität erwartet, wo es doch immer offen­sichtlich­er ist, dass nur der Eigen­nutz zählt? Dass alle anderen nur ver­arscht wer­den, wo es nur geht?
Na bitte!

Zum drohenden Verkehrskollaps

Immer mehr fällt auf, dass unsere Strassen, aber auch das SBB-Netz, über­lastet sind. Die Rezepte, die die Poli­tik­er, ins­beson­dere die Linken, anbi­eten, wollen alle nicht so richtig gefallen:

  • Road pric­ing: Alle die Idioten, die auf der Strasse unter­wegs sind, wenn sowieso alles ver­stopft ist, sollen dafür auch noch zahlen. Mir ist schon klar, dass die Idee ist, den Verkehr von den Stosszeit­en weg zu ver­schieben und bess­er über den Tag zu verteilen. Nur wird das nicht funk­tion­ieren, solange die Arbeit­szeit­en einiger­massen klar geregelt sind und die Leute nicht lieber von Mit­tag bis Mit­ter­nacht arbeiten.
  • Strassen ver­schmälern oder aufheben, weil wo keine Strasse, da auch kein Verkehr: Auch das ist sicher­lich nett gemeint, aber die Leute fahren ja mit dem Auto da hin, wo sie hin müssen. Es wer­den somit unter­wegs ein­fach andere Strassen noch stärk­er belastet, und ans Ziel müssen die Leute ja trotz­dem. Beispiel­sweise in die Stadt Zürich, weil da der Arbeit­splatz ist.
  • Umsteigen auf den öffentlichen Verkehr: Nett gemeint, aber auch dort ste­ht man sich ja inzwis­chen auf den Füssen herum. Da warte ich lieber sitzend im Stau als dass ich eine halbe Stunde lang ste­hen muss.
  • Teurere Bil­lettpreise während den Stosszeit­en: Auch das wird so wenig funk­tion­ieren wie das Road pric­ing, auss­er dass die arbei­t­ende Bevölkerung für etwas bestraft wird, für das sie nichts kann.

Der Punkt ist doch der: Jahrzehn­te­lang wurde uns von den Wirtschafts­führern und den Poli­tik­ern einge­häm­mert, dass wir flex­i­bler sein müssen und auch Arbeitsstellen annehmen sollen, die etwas weit­er weg sind. Wir sollen bere­it sein zu pen­deln. Ein Arbeitsweg von bis zu zwei Stun­den hin und zwei Stun­den zurück soll ja gemäss Arbeit­samt akzept­abel sein. Aber genau das ist doch die Ursache des dro­hen­den Verkehrskol­laps­es. Liebe Poli­tik­er, liebe Wirtschafts­führer: Die Sit­u­a­tion auf unseren Strassen und in unseren Zügen ist das Resul­tat dieser jahrzehn­te­lan­gen Poli­tik. Jet­zt habt ihr den Salat! Die Bevölkerung hat es inzwis­chen begrif­f­en. Und pen­delt immer weit­er an den Arbeit­splatz. Und jet­zt wird sie dafür bestraft, indem sie auf der Fahrt im Zug ste­hen, oder im Auto zusät­zliche Steuern bezahlen oder im Stau warten soll.
Die Lösung des Verkehrsprob­lems kön­nte doch auch ganz ein­fach sein:

  • Förderung der Inte­gra­tion von Wohn­zo­nen und Arbeit­splätzen, damit die Leute gar nicht mehr so weit pen­deln müssen. Das ent­lastet die Strassen und Züge ungemein.
  • Und: Wieder weg kom­men von der Idee, dass wir immer und jed­erzeit Mobil sein müssen um jeden Preis.

NEIN am 17.5.2009 zum Biometriezwang für Schweizer Pässe und IDs

  • weil eine zen­trale Spe­icherung der Fin­ger­ab­drücke gefährlich und nicht nötig ist,
  • weil der inte­gri­erte Funkchip zu Sicher­heits- und Daten­schutzprob­le­men führt,
  • weil Fin­ger­ab­drücke leicht kopiert und nachgemacht wer­den können,
  • weil Zoll­beamte nicht durch Maschi­nen erset­zt wer­den sollen,
  • weil die neuen Ausweise teuer und müh­samer erhältlich,
  • weil sie nur noch an weni­gen Orten aus­gestellt werden,
  • und weil die Wahl­frei­heit wegfällt.

Deshalb habe ich das von Kire entwick­elte Esel­sohr zur Abstim­mung in meinen Blog einge­baut. Seine Argu­men­ta­tion ist fundiert. NEIN am 17.5.2009 zum Bio­me­triezwang für Schweiz­er Pässe und IDs weiterlesen

Gemeinsam gegen Armut — Die Milleniumskampagne

www.gemeinsamgegenarmut.ch

Ich bin ja son­st nicht so der poli­tis­che Typ. Aber kür­zlich hat mich jemand auf eine Kam­pagne aufmerk­sam gemacht: Bei gemeinsamgegenarmut.ch han­delt es sich um den schweiz­er Ableger ein­er inter­na­tionalen Kam­pagne, die von der UNO unter dem Namen “Mil­le­ni­um­skam­pagne” gefördert wird. Die passende deutsche Home­page ist hier. Eine weit­ere Home­page über die Mil­le­ni­um­skam­pagne ist hier. Diese acht Ziele halte ich für sin­nvoll und wichtig, selb­st wenn man über einzelne Dinge disku­tieren kann. Beispiel­sweise werde ich das Gefühl nicht los, dass Entwick­lung­shil­fe in vie­len Län­dern wenig bringt, auss­er dass sie die Taschen der kor­rupten Regierungs­beamten oder von mafiösen Organ­i­sa­tio­nen füllt. Nichts­destotrotz soll man es wohl immer wieder ver­suchen, weil die Ungerechtigkeit und Chan­ce­nun­gle­ich­heit auf dieser Erde halt nach wie vor frap­pant ist.

www.gemeinsamgegenarmut.ch

Immer­hin ist ein klein­er Licht­blick, dass durch die ger­ade eben abgeschlosse­nen Wahlen in den USA die schlimm­sten Repub­likan­er an Macht ver­loren haben und die Demokrat­en wieder eine Gele­gen­heit erhal­ten, zu Beweisen, dass es auch anders geht.

Ich empfehle, mitzu­machen bei gemeinsamgegenarmut.ch und die Ziele zu unterstützen.

La crise n’existe pas?

Finanzkrise? Ja, natür­lich gibt es sie. Aber ich sel­ber habe dazu nichts zu sagen, weil ich von Finanzen nichts ver­ste­he. Ich habe auch kein sig­nifikantes Ver­mö­gen, das ich an der Börse oder sonst­wo ver­zock­en kön­nte. Die einzi­gen Aktien, die ich besitze, sind diejeni­gen, die ich von der UBS (als dama­liger Mitar­beit­er ein­er UBS-Tochterun­ternehmung) vor etwa 10 Jahren gün­stig bekom­men habe. Sie sind nach einem net­ten Höhen­flug wieder so viel Wert, wie ich vor 10 Jahren dafür bezahlt habe. Wenns hoch kommt. Deshalb: Fragt mich nicht, was ich über die Finanzkrise denke oder welche Möglichkeit­en es gibt zur Lösung. Ich denke nichts dazu, ich habe keine Mei­n­ung, ich bin bish­er kaum betrof­fen gewe­sen. Vielle­icht führt es zu ein­er weltweit­en Rezes­sion und vielle­icht ver­liere ich deswe­gen irgend­wann meine Stelle. Wenn es soweit ist, ist es schlimm genug, und dann werde ich mich halt um einen neuen Job bemühen. Mehr habe ich dazu nicht zu sagen. Auss­er vielle­icht dass ver­mut­lich diejeni­gen Leute am meis­ten Geld ver­loren haben, die auch am meis­ten gezockt haben.

Andere haben mehr zu sagen. Und das sog­ar auf humor­volle Weise. Irgend­wo bin ich auf dieses Video hier gestossen, das ich jedem empfehle. Kabaret­tist Butzko ver­ste­ht scheints nicht viel von Finanzen. So glaubte er, dass der Ein­la­gen­sicherungs­fonds ein Sub­ven­tion­spro­gramm für orthopädis­ches Schuh­w­erk sei, bis er sich dann etwas einge­hen­der mit der Kred­itkrise beschäftigte und schwup­ps­dibups wurde eine Kabarett-Ein­lage draus. (den Hin­weis auf dieses Video habe ich auf diesem Blog gefun­den).

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