Verstehe ihn nicht!


Alli­na hat am 19/9/2003 gefragt:
Guten Abend Daniel
Ich bin völ­lig rat­los. Als ich noch einen Fre­und hat­te, hat mein bester Kol­lege mir seine Zunei­gung ges­tanden. Immer wenn wir zusam­men waren, hat es geknis­tert. Er ist und war schon immer mein nicht erre­ich­bar­er Traum­mann und ich habe mich natür­lich auch wieder in Ihn ver­liebt und habe mit meinem Fre­und Schluss gemacht. Als er dies erfahren hat, sagte er er glaube er habe sich in etwas reingesteigert und hätte Angst vor ein­er Beziehung. Gut, habe ich akzep­tiert und gesagt, wir geben uns noch etwas Zeit. Eine Woche später wolle er aber keine Zeit mehr, son­dern sofort mit mir zusam­men sein. Eine Woche später war er sich aber wieder nicht so sich­er und sagte wir sollen doch bei der pla­tonis­chen Fre­und­schaft bleiben. (wir sind seit 10 Jahren befreundet)Für mich ist diese ganze Sit­u­a­tion so verzwickt. Da wir jet­zt wieder “nur” Fre­unde sind, sind wir wieder offen­er, gelöster allerd­ings knis­tert es doch zwichen uns. Er meint aber, dass sein nur eine pla­tonis­che Liebe, ich sei zwar attrak­tiv und ero­tisch für Ihn, allerd­ings sei ich ihm so nah wie eine Schwest­er also sex­uel una­trak­tiv. Kön­nen Sie Ihn ver­ste­hen? Gibt es noch eine Chance für mich? Oder muss ich Ihn mir aus dem Kopf schla­gen? Muss dazu sagen, dass er noch nie eine lange Beziehung hat­te (25 Jahre), hat er Angst? Liebt er mich vielle­icht wie eine Schwest­er? Her­zlichen Dank für Ihre Antwort. Fre­undliche Grüsse

Daniel_heiniger hat am 20/9/2003 geantwortet
Liebe Alli­na

Ich weiss nicht so recht, was das heis­sen soll, eine Frau wie eine Schwest­er zu lieben. D.h. ich ver­ste­he zwar schon, was er meint, aber für mich gibt es das nicht. Ich habe noch nie eine Frau “geliebt wie eine Schwest­er”, will heis­sen, meine Zunei­gung zu Frauen hat eigentlich immer auch die sex­uelle Kom­po­nente. Das hat mich zwar immer wieder in erhe­bliche Schwierigkeit­en gebracht, aber so wie Dein pla­tonis­ch­er Fre­und es beschreibt kenne ich das nicht.

Wenn ich als Mann mit ihm reden würde, dann würde ich ihm sagen, er solle die Ausre­den sein lassen und ehrlich dazu ste­hen, dass er schlichtweg ein Angsthase ist und dass es die Angst vor Beziehun­gen ist, die ihn immer wieder in die Flucht treibt, obwohl er Frauen doch sehr attrak­tiv find­et. Und gle­ichzeit­ig würde ich ihm sagen, dass seine Art, sich Frauen gegenüber zu ver­hal­ten (wech­sel­nd zwis­chen anziehend und abstossend) diesen gegenüber eine Frech­heit ist. Dass er wohl noch nicht reif sei für eine ern­sthafte Beziehung und dass er sich solch­es am Besten für die näch­sten paar Jahre aus dem Kopf schla­gen solle. Dass es aber dur­chaus Mit­tel und Wege gebe, seine Beziehungs­fähigkeit zu erhöhen. Beispiel­sweise ser­iöse Män­ner­work­shops, wie sie etwa von http://www.projektb.ch ange­boten werden.


Das würde ich als Mann zu ihm sagen. Ich bin allerd­ings nicht sich­er, ob Du als Frau und poten­tielle Geliebte ihm das sagen soll­test. Ob es angemessen ist für Dich, das zu sagen. Allerd­ings kenne ich den Burschen nicht und deshalb habe ich keine Gele­gen­heit dazu, es ihm selb­st zu sagen. So wirst Du wohl oder übel diesen Part übernehmen müssen.


Ob es für Dich eine Chance gibt oder ob Du ihn Dir aus dem Kopf schla­gen soll­test, kann ich natür­lich nicht ein­deutig beant­worten. Wie Du oben gese­hen hast, halte ich seine Lamen­tier­erei von wegen “wie eine Schwest­er” für Bock­mist. Er ist allerd­ings offen­sichtlich noch nicht reif für eine ern­sthafte, tiefe Beziehung. Wenn er Dir also wirk­lich so wichtig wäre, dann müsstest Du wohl viel Geduld auf­brin­gen und ihn zu seinen näch­sten Entwick­lungss­chrit­ten ermuti­gen, bevor er dann zu ein­er Part­ner­schaft reif wäre. Das kann aber dauern. Bis zu mehreren Jahren. Ob Du das willst, musst Du selb­st entschei­den. Falls nicht, ja, dann schlag ihn Dir aus dem Kopf und schaue Dich bess­er nach einem anderen Mann um, der auch Dich “wie eine Frau” liebt, nicht “wie eine Schwest­er”. Solche Män­ner gibts!


Her­zliche Grüsse

— Daniel

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ich liebe meinen ex immer noch, wie bekomme ic…

 

Uhuu­ra hat am 24/8/2003 gefragt:
  ich liebe meinen ex immer noch ‚wie bekomme ich ihn zurück?

Daniel_heiniger hat am 5/9/2003 geantwortet
  Da müsstest Du schon etwas mehr erzählen über Dich, Deinen Ex, über die Beziehung, die ihr hat­tet, und über die Ursachen der Tren­nung sowie die Art des auseinan­der-gehens. Dann erzäh­le ich Dir gerne, was ich davon denke und kann Dir den einen oder anderen Ratschlag geben.

Her­zliche Grüsse

— Daniel

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Hallo ich heisse claudia und möchte gerne wiss…

 

Claudia_de hat am 11/7/2003 gefragt:
  Hal­lo ich heisse clau­dia und möchte gerne wis­sen wie die Beziehung mit meinen Fre­und Chris­t­ian weit­er gehen wir

Daniel_heiniger hat am 5/9/2003 geantwortet
  Liebe Clau­dia

Ich bin lei­der kein Hellse­her und deshalb kann ich diese Frage so nicht beant­worten. Du müsstest mir schon etwas mehr erzählen über Dich, über Deinen Fre­und und über Eure Beziehung. Dann gebe ich Dir auch gerne meine Gedanken dazu.

Her­zliche Grüsse

— Daniel

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Mein Freund träumt in letzter Zeit sehr oft vo…

 

Mel3 hat am 10/7/2003 gefragt:
  Mein Fre­und träumt in let­zter Zeit sehr oft von mir und auch nur komis­che Sachen wie z. B. das ich mit ihm vor der woh­nungstür ste­he und ihm z. 1. mal aus heit­erem him­mel beim auf­schliessen sage, das ich ihn liebe. ich muss dazu sagen wir sind noch nicht lange zusam­men. Hat das was zu bedeuten?vielleicht das er sich es wün­scht oder er ein­fach öfter nette worte von mir braucht? Ich bin näm­lich nicht wirk­lich der typ der sowas sehr oft sagen kann. Aber er weiss es. Oder das er oft schon was geträumt hat, was dann ein­tritt, aber immer mit mir, z. B. das wir im bett liegen und ich ihn frage ob er einen schlecht­en tag hat. er antwortet dann, dass er das alles schon geträumt hat, dass das mal so passieren wird, also ein dejavue hat. Sehr komisch, kön­nt ihr mir weit­er­helfen? Das wäre nett. Vie­len Dank im voraus

Daniel_heiniger hat am 5/9/2003 geantwortet
  Dein Fre­und ist offen­bar sehr sen­si­bel. Das gibt es häu­figer als man meint, dass Men­schen Vorah­nun­gen haben oder träu­men. Meine Frau erzählt mir auch häu­fig von Din­gen, die sie “gespürt” hat, beson­ders wenn es um mich geht. Z.B. weiss sie häu­fig, dass jemand aus ihrem Bekan­ntenkreis gle­ich anrufen wird. Dann dauert es eine Minute und das Tele­fon klin­gelt. Hat mich schon voll aus den Sock­en gehauen.

Das ist mal das eine. Das andere ist sein Traum von vor der Woh­nungstüre. Hier müsste natür­lich ein Traumdeuter Auskun­ft geben. Meine eigene beschei­dene Inter­pre­ta­tion wäre, dass ihm sein Unter­be­wusstes die Botschaften gibt, die Du ihm selb­st nur sel­ten geben kannst, und ihn damit ver­sichert, dass alles in Ord­nung ist. Hin­weis an Dich: Es fällt Dir kein Zack­en aus der Kro­ne, wenn Du ihm spon­tan “Ich liebe Dich” sagst (natür­lich nur, wenn Du das auch meinst). Weit­ere klein­er Hin­weis: Män­ner wollen von ihren Frauen gebraucht wer­den, Frauen wollen von ihren Män­nern begehrt wer­den. Deshalb mache ich mich so gerne nüt­zlich und wech­sle die defek­ten Glüh­bir­nen. Am lieb­sten natür­lich wenn mir meine Frau danach sagt, wie sehr sie dankbar ist, dass ich diese Dinge für sie erledi­ge, und dass sie das selb­st nicht kön­nte (natür­lich mit einem Augen­zwinkern, selb­stver­ständlich kön­nte sie die Glüh­birne auch selb­st wechseln).
  


Her­zliche Grüsse

— Daniel

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Was für Verhaltensmethoden gibt es um ein Bezi…

Widi hat am 12/5/2003 gefragt:
Was für Ver­hal­tens­meth­o­d­en gibt es um ein Beziehungskon­flikt ruhig und sach­lich auszu­tra­gen und die Sit­u­a­tion nicht eskalieren zu lassen?

Daniel_heiniger hat am 18/6/2003 geantwortet
Ich denke, das wichtig­ste ist, offen und ehrlich zu sein und nicht dem anderen Vor­würfe zu machen.

Also:

1. Sage wie es ist. Sprich aus, was du als deine Wahrheit empfind­est, wie du die Sache siehst, was du dabei fühlst, wie es dir dabei geht.

2. Ver­mei­de Vorwürfe

3. Wenn Vor­würfe an dich gerichtet wer­den: Halte kurz inne, denke darüber nach, was du empfind­est, und drücke das aus. z.B. “das klang für mich wie ein Vor­wurf. Ich halte ihn für ungerecht­fer­tigt und es schmerzt mich, das von dir zu hören”.

4. Denke über Deine Wün­sche und Bedürfnisse nach und sprich sie aus.


Diese Punk­te kön­nen schon sehr helfen, einen Kon­flikt zu beruhi­gen und zu einem frucht­baren Ende zu brin­gen. Natür­lich gibt es zu diesem The­ma uner­schöpfliche Men­gen an Lit­er­atur. Jede gute Buch­hand­lung wird Dich berat­en kön­nen. Und jede Menge an Sem­i­naren und Kursen. Als ein Beispiel ein­er Sem­i­naror­gan­i­sa­tion, die Kurse anbi­etet, an dem solche The­men regelmäs­sig ange­sprochen wer­den, mag http://www.projektb.ch dienen.

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Angst vor körperlichem–> Psychisches Problem?

Stev­el hat am 2/5/2003 gefragt:
Hal­lo,
ich habe fol­gen­des Problem:
Meine Fre­undin (16) und ich (19) waren jet­zt über 8 Monate zusam­men und haben uns nun getrennt.
Sie sagt, sie liebt mich nicht mehr.
Dieser “Gefühlsum­schwung” hat sich jedoch recht plöt­zlich vollzogen.
Inner­halb ein­er Woche wollte sie mich plöt­zlich nur noch ganz sel­ten und kurz sehen, und ab da
ging alles den Bach runter.…das lief dann über 6 Wochen so, in denen
sie sich kör­per­lich total zurück­ge­zo­gen hat (auch kein Kuscheln mehr).
Vorher hat sie fast noch mehr als ich diese kör­per­lich Nähe gesucht.
Nun zu mein­er Frage:
Meine Fre­undin ist ein recht ängstlich­er Men­sch, sie hat z.B.
- Angst vor Keimen, wäscht sich deswe­gen sehr oft die Hände, z.T. über 5 Minuten,
das mehrmals am Tag, bere­its 2x hat­te sie deswe­gen blutige Hände.
- Angst vor Medika­menten, sie weigerte sich auch bei 40° Fieber Medika­mente zu nehmen.
- redet ständig davon, von anderen nicht gemocht zu werden
- hat­te früher immer Angst mich zu verlieren
- hat das Gefühl, an andere Leute nicht “ranzukom­men”…
- sucht jet­zt Anschluss in ein­er mein­er Mei­n­ung nach recht selt­samen Clique
- will immer alles allen Recht machen
Jet­zt habe ich fol­gen­den Fehler gemacht, der mir aber erst im Nach­hinein bewusst wurde:
Wir hat­ten noch keinen Geschlechtsverkehr, nur unser Kuscheln wurde immer intensiver.
Daraufhin habe ich sie gefragt, ob sie sich nicht die Pille ver­schreiben lassen will, und
sie hat in ihrer typ­is­chen Art gesagt“Hmm, ja, wär schon nicht schlecht”, also nicht so richtig ja aber auch nicht nein.
Ich habe darufhin wirk­lich drauf geachtet, dass sie einen Ter­min beim Fraue­narzt ausmacht.
Dieser Ter­min sollte 6 Wochen später sein.
Aber auch schon während dieser 6 Wochen lief bei uns fast gar nichts mehr, eben auch kein Kuscheln.
Nur ein­mal habe ich sie, in der ersten Woche dieser besagten 6, zum ersten Mal “gefin­gert”, was
ihr aber sichtlich gefall­en hat, das hat sie mir auch nach­her noch bestätigt. Bloss ab dann erfol­gte der totale Rückzug.
Ich habe oft mit ihr drüber gesprochen, ob es alles daran liegt, doch sie sagte immer nein, bloss woher sollte es dann kommen??
Ausser­dem begann sie im Jan­u­ar mit einem Jun­gen aus ihrer Par­al­lelk­lasse bis zu 2x am Tag zu mailen. Sie ver­sicherte mir aber stets, dass sie ihn bloss als guten Fre­und sieht, mit dem­man gut reden kann, aber eben nicht mehr. Sie ist auch bis heute, obwohl wir schon 6 Wochen nicht mehr zusam­men sind, nicht mit diesem eMail-Fre­und zusam­men, son­dern nur in der­sel­ben Clique und daher häu­figer mit ihm zusam­men weg.
Oder Kann es alles unbe­wusst mit ihren Ängsten zusammenhängen?
Die Pille ist ja doch ein recht heftiges Medikament
Ich habe sie wirk­lich nie zu etwas gedrängt, das sie nicht auch wollte…
Ich habe ihr alle Zeit der Welt gegeben.
Kann es trotz­dem sein, dass es diese unbe­wusste Angst war, jet­zt bald mit mir schlafen zu MÜSSEN?
Sie selb­st inter­essieren diese Fra­gen wenig, sie sagt nur “Gefüh­le ändern sich eben, ich liebe dich nicht mehr”,
aber ich bin schon inter­essiert an den Ursachen.

Daniel_heiniger hat am 22/6/2003 geantwortet
Lieber Stev­el

Auf den let­zten Punkt möchte ich als erstes einge­hen: Du inter­essierst Dich für die Ursachen. Auf­grund Dein­er rel­a­tiv aus­führlichen Beschrei­bung kön­nte ich Dir zwar dur­chaus eine tiefenpsy­chol­o­gis­che Analyse des Ver­hal­tens Dein­er Fre­undin liefern. Aber ander­er­seits frage ich mich, was Dir das brin­gen würde? Es ändert nichts und hil­ft Dir auch nicht, sie wieder zurückzugewinnen.


Der Haupt­punkt ist der: Jed­er Men­sch muss seine Prob­leme sel­ber lösen. Du kannst sie höch­stens darauf hin­weisen, dass es ihr gut­tun würde, wenn sie sich pro­fes­sionelle Hil­fe zukom­men lassen würde. Aber danach muss sie das selb­st an die Hand nehmen. Frei­willig. Ohne dass Du sich­er­stellst, dass sie einen Ter­min beim Psy­cholo­gen ausmacht.


Viele Men­schen (und Du ja offen­sichtlich auch), glauben, dass sie ihrem Mit­men­schen helfen kön­nen, seine Prob­leme zu lösen. Das ist sicher­lich richtig, aber nur, wenn sich dieser auch helfen lassen will. Aber selb­st dann kann der grösste Teil eigentlich nur darin beste­hen, dass wir Anteil nehmen und diesen Men­schen auf seinem Weg begleit­en. Deine Fre­undin zieht es im Moment anscheinend vor, ihren Weg auf ihre Weise zu gehen. Und auch wenn Du das im Moment nicht glaub­st, so wird dieser Weg sie länger­fristig weit­er­brin­gen. Vielle­icht gäbe es schnellere Wege, aber es liegt nicht an uns, hier zu urteilen.


Mit 16 Jahren ist sie noch sehr jung, und Dein Wun­sch nach Sex­u­al­ität mag zwar berechtigt sein, sie fühlt sich aber offen­sichtlich im Moment davon noch über­fordert. Ihr Weg wird sie daher wahrschein­lich von Dir weg bewe­gen. Das wirst Du wohl oder übel ein­fach akzep­tieren müssen.


Nichts­destotrotz möchte ich Dir sagen: Aus Deinem Brief spricht viel Sen­si­bil­ität und Mit­ge­fühl. Dafür möchte ich Dich anerken­nen. Auch die Tat­sache, dass Du Dich an dieses Forum hier gewandt hast, spricht für Dich. Vie­len Men­schen fällt es schw­er, zuzugeben, dass sie Hil­fe brauchen.


Bleib wie Du bist!

— Daniel

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Wirklich nur eine Krise?

CICCIOLINA hat am 2/5/2003 gefragt:
Mein Fre­und und ich sind seid
1 1/2 Jahren zusammen.
Obwohl wir schon von Anfang an Kom­mu­nika­tion­ss­chwierigkeit­en hat­ten, und es in unser­er Beziehung noch nie wirk­lich ruhig zuge­gan­gen ist, belastet mich die jet­zige Sit­u­a­tion extrem. Ich liebe ihn sehr und er mich auch, aber seid 2 monat­en ner­ven wir einan­der sehr oft, ich mache ihn aggres­siv und er mich. Oft wegen Kleinigkeit­en. Ich möchte am lieb­sten immer genau wis­sen, was dies­mal das Prob­lem war und was er emp­fun­den hat in der Sit­u­a­tion, was dies­mal der Aus­lös­er für seine Aggres­sio­nen war, aber dann wird er noch aggres­siv­er. Wenn ich ver­suchen will, darüber zu reden, wirds nur noch schlim­mer, er wird wütend!er wartet lieber ab, und nach kurz­er Zeit (wenn’s gut geht) ist es wieder einiger­massen okay und er hat sich beruhigt. Aber ich kann nicht alles in mich hineifressen, denn immer wenn wieder so was geschieht, frage ich mich: “was ist nur geschehen?” ich ste­he dann jedes­mal vor einem grossen Frageze­ichen, weil ich nicht begreifen kann, wie es wieder so schnell zu einem Stre­it kom­men konnte.Weil ich oft nicht begreife, wieso dass er wieder wütend gewor­den ist. ich möchte darüber reden, denn ich denke, dass man sich bess­er ken­nen­lernt, wenn man die Gedanken, beson­ders in Stres­si­t­u­a­tio­nen, einan­der mit­teilt. Ich glaube nicht, dass unsere Prob­leme mit unserem Alter­sun­ter­schied zu tun haben (ich 22, er 35), son­dern vielle­icht damit, dass wir eine völ­lig andere “Kom­mu­nika­tion­sebene” haben.
Wieso ner­ven wir uns immer? Wir lieben uns doch! Wir fühlen uns bei­de voneinan­der provoziert, er denkt oft, ich wolle ihn absichtlich provozieren, und ich finde, dass er mich oft über­he­blich und arro­gant behan­delt. Ein Beispiel:Wir waren gestern in einem Brock­en­haus. Als ich ihm was gezeigt habe, was mir gefiel, lächelte er besser­wis­serisch und sagte mit seinem über­he­blichen Ton: “das ist nicht antik. Hat keinen his­torischen Wert.”
Und weil mich seine Reak­tion ver­let­zte, erk­lärte ich in etwas über­he­blichem Ton, dass mir eben das gefalle, was ich schön fände, und nicht, was his­torisch wertvoll sei. Es ging dann so weit­er, und ich hat­te das Gefühl, er reagiere gemein, wenn mir etwas gefällt was ihm nicht gefällt, mit Bemerkun­gen wie z.B. “das ist aber nicht dein Ernst oder?” Am Schluss waren wir bei­de wütend, und als ich ihm erk­lärte, ich fände die dinge, die ihm gefie­len, auch nicht schön, und deswe­gen doch nicht ver­let­zend und gemein wäre zu ihm, sagte er mir (nein, er schrie), dann solle ich mal drauf acht­en, wie ich reagiere. So qua­si, ich täte das selbe wie er. Das ist nur ein Beispiel unter 1000. Es ist ein Teufel­skreis. Wir haben viel zu wenig Respekt vor­einan­der. Dann gibts wieder Zeit­en, wo es wie im Film ist zwis­chen uns, dann reden wir (oder eher er) davon, dass wir heirat­en wer­den und was weiss ich. Aber diese ewigen Höhen und Tiefen sind doch nicht nor­mal! Wir sind vielle­icht bei­de zu tem­pera­mentvoll, ich ital­iener­in, er spanier, aber das ist doch keine entschuldigung. Wir sehen uns auch gar nicht zu oft, und wir wollen doch bald mal zusam­men­ziehen! Was ist nur los?
Manch­mal ist er so ego­is­tisch und arro­gant, und er denkt das
selbe über mich. Sind wir vielle­icht bei­de zu sen­si­bel und zu sehr mit uns selb­st beschäftigt? Ich will mit ihm zusam­men­bleiben, will ihn nicht verlieren.

Daniel_heiniger hat am 3/5/2003 geantwortet
Liebe Cic­ci­oli­na

Ich kenne wed­er die Psy­che ein­er Ital­iener­in, noch diejenige eines Spaniers beson­ders gut. Nur meine eigene, und ich bin Schweiz­er. Ob die Nation­al­ität etwas damit zu tun hat, weiss ich zwar nicht mit Bes­timmtheit, ich kann mir aber gut vorstellen, dass dem so ist. Und da ich im Sternze­ichen zusät­zlich noch eine Waage bin, führt das dazu, dass ich häu­fig zwis­chen zwei Parteien ver­mit­tle, wie z.B. jet­zt zwis­chen Dir und Deinem Freund… 😉


Was Du da beschreib­st, ist dur­chaus zwiespältig. Mit scheint, dass hier zwei Egos aufeinan­der­prallen, die sich zwar verbinden möcht­en, denen es aber offen­sichtlich bei­den schw­er fällt, auch mal vom eige­nen Stand­punkt abzurücken.


Wenn er im Laden z.B. wütend schre­it, Du sollest mal darauf acht­en, wie Du sel­ber reagierst, dann hält er Dir hier dur­chaus den richti­gen Spiegel vor. Du schreib­st ja selb­st, dass Du die Dinge, die ihm gefie­len, nicht so toll find­est. Das muss ja schon mal wie eine Belei­di­gung wirken. Auch wenn Du es hin­ter­her damit zu entkräften ver­suchst, dass Du deswe­gen aber nicht so ver­let­zend und gemein zu ihm seist. Sowas nen­nt sich trotz­dem “gle­ich­es mit gle­ichem vergel­ten” und ist sel­ten frucht­bar. Wie Du fest­gestellt hast, führt es nur zu ein­er Ver­här­tung der Fronten.


Meine Empfehlung wäre, dass Du ver­suchst, den Vor­wurf aus der Kom­mu­nika­tion her­auszunehmen und nur Deinen eige­nen Teil mit­teilst. Und zwar am besten so ruhig wie möglich. Kurz dur­chat­men, und dann ihm sagen “Lieb­ster, diese Bemerkung hat mich ver­let­zt. Ich empfinde sie als gemein. Ich gehe davon aus, dass Du sie nicht so gemeint hast.” Nicht mehr und nicht weniger. Und dann schaue mal, wie er jet­zt reagiert. Mein­er beschei­de­nen Mei­n­ung nach müsste ihm das den Wind aus den Segeln nehmen.


Sage ihm, was Du Dir von der Beziehung wün­scht. Wie Du Dich fühlst. Was die schö­nen Seit­en sind. Was Du an ihm lieb­st. Aber auch, eben, was Dich ver­let­zt. Ohne ihm vorzuschreiben, wie er sich zu ver­hal­ten hat, und ohne ihm zu sagen, was er ändern muss und wie. Sage ihm ein­fach, wie es Dir geht dabei. Und gle­ichzeit­ig soll­test Du ihn natür­lich so behan­deln, wie Du selb­st behan­deln wer­den möcht­est. Also ver­mut­lich ohne Gemein­heit­en, ohne “es ihm heimzuzahlen”.


Mit der anderen Kom­mu­nika­tion­sebene hast Du ver­mut­lich recht. Mit dem Alter kön­nte es allerd­ings dur­chaus auch etwas zu tun haben. Ein 35-jähriger Men­sch sieht viele Dinge anders als ein 22-jähriger.


Am Kom­mu­nika­tion­sstil lässt sich aber feilen. Du kannst auch mal sagen, dass es Dich schmerzt, dass jet­zt wieder so ein Stre­it ent­bran­nt ist. Dass Dein Gefühl ist, dass dieser Stre­it die Beziehung nicht ver­tieft, und dass Dir das weh tut.


Zusam­men­ziehen würde ich erst, wenn sich in diesem Bere­ich erste Verbesserun­gen zeigen (wenn ich mir diese Empfehlung erlauben darf).


Willst Du mir erzählen, wie es Dir weit­er erge­ht? Ich würde mich freuen.


Her­zliche Grüsse

— Daniel

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kind in eine neue beziehung

Nic­celi hat am 30/4/2003 gefragt:
ich habe einen 3 jahre alten sohn und bin seid einem jahr in ein­er neuen beziehung. wegen der dis­tanz zu meinem frund sehen wir uns nur am woch­enende. mein neuer fre­und und mein sohn mögen sich sehr gut wenn sie sich sehen. jedoch will mein fre­und mich auch mal alleine ohne das kind sehen und mit mir ein paar schöne stun­den ver­brin­gen. das geht in der regel aber nicht so gut und wenn ich es nicht irgend­wie hin­biegen kann habe ich mit ihm grossen stre­it. wie kann ich dieses prob­lem nur lösen?

Daniel_heiniger hat am 22/6/2003 geantwortet
Liebe Nic­celi

Auf­grund eines tech­nis­chen Prob­lems bei wetel­ly­ou habe ich Deine Anfrage erst jet­zt gese­hen. Ich hoffe, Du kannst immer noch etwas damit anfangen.


Als erstes möchte ich sagen, dass ich es toll finde, dass Dein Fre­und Deinen Sohn grund­sät­zlich akzep­tiert und sie sich gut mögen. Das entspan­nt schon vieles.


Dass er aber auch mit Dir alleine Zeit ver­brin­gen will, halte ich für legit­im. Nun musst Du auch etwas dafür tun, um das möglich zu machen. Dazu möchte ich Dir ein paar Fra­gen stellen:


Bist Du über­haupt bere­it, Dein Kind für einen Abend oder eine Nacht oder ein ganzes Woch­enende loszu­lassen und anderen Leuten zu übergeben? Die Ver­ant­wor­tung für Deinen Sohn für kurze Zeit an andere Men­schen zu über­tra­gen? Kannst Du darauf Ver­trauen, dass es Deinem Sohn auch gut­ge­hen wird, wenn er nicht bei Dir und unter Dein­er Obhut ist?


Welch­es sind genau die Ansprüche / Wün­sche? Will Dein Fre­und das ganze Woch­enende mit Dir allein ver­brin­gen? Genügt eine Nacht? Oder auch ein Sam­stag-Abend? Wie häu­fig soll sowas stat­tfind­en? Kann man das nicht mis­chen, z.B. ein­mal im Monat das ganze Woch­enende, ein­mal die Nacht, und noch ein­mal den Sam­stag Abend? Diese Fra­gen soll­test Du im Gespräch mit Deinem Fre­und her­auszufind­en ver­suchen. Am besten so konkret wie möglich. Ausser­dem wäre es schön, wenn ihr bei­de kom­pro­miss­fähig seid.


Ideen­samm­lung: Es gibt bes­timmt Men­schen in Dein­er Umge­bung (Mut­ter, Gross­mut­ter, Nach­barn, Fre­undin­nen), die die Rolle des Babysit­ters in diesem Sinne übernehmen kön­nen. Ich stelle mir vor, dass ein Babysit­ter für einen Abend rel­a­tiv leicht zu find­en sein müsste (Inser­at, Aushang im Migros oder im näch­sten Ober­stufen­schul­haus). Für eine Nacht übern­immt bes­timmt eine Dein­er Fre­undin­nen den Liebes­di­enst. Das ganze Woch­enende macht der Sohn bes­timmt gerne Ferien bei Dein­er Mut­ter, oder dann teilen sich zwei Fre­undin­nen oder Nach­barin­nen in die Rolle. Vielle­icht lädst Du eine Fre­undin ein, das Woch­enende in Dein­er Woh­nung mit Deinem Sohn zu ver­brin­gen, und fährst dafür zu ihm und dann hat er Dich dort ungestört bei sich Zuhause.


Ich hoffe, dass diese Ideen Dir weiterhelfen.


Her­zliche Grüsse

— Daniel

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Bin Wassermann-frau mit Aszendenten Krebs und …

Blitzeis hat am 27/4/2003 gefragt:
Bin Wasser­mann-frau mit Aszen­den­ten Krebs und wollte fra­gen ob eine Beziehung zu einem Sko­r­pi­on-mann mit Aszen­den­ten Jungfrau eine Chance hat.

Daniel_heiniger hat am 22/6/2003 geantwortet
Ich bin selb­st kein Astrologe, und deshalb kann ich Dir hier keine detail­lierte Analyse geben. Ver­suche es doch mal bei www.astro.at oder www.astro.ch. Bei let­zterem kannst Du Dir Dein Horoskop online selb­st zusammenstellen.

Anson­sten denke ich, dass die Frage falsch gestellt ist. Soweit ich weiss, gibt die Astrolo­gie keine defin­i­tiv­en und absoluten Auskün­fte. Also wirst Du auf diese Frage kein Ja oder Nein erhal­ten. Vielmehr ist es so, dass jede Beziehung grund­sät­zlich eine Chance hat. Garantien gibt es aber nie. Die Astrolo­gie kann höch­stens Hin­weise geben auf sen­si­ble Punk­te, auf die man beson­dere Aufmerk­samkeit richt­en sollte.


Her­zliche Grüsse

— Daniel

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