Ökologie der älteren Generation

Eine alte Frau nahm sich einen Plas­tik­sack für ihre Einkäufe, und die Kassierin warf ihr vor, nicht ökol­o­gisch zu han­deln. Die Kassierin sagte zu der Frau, dass die Gen­er­a­tion der alten Dame den Umweltschutz über­haupt nicht ver­stünde; dass es auss­chliesslich die Jun­gen seien, die für die alte Gen­er­a­tion bezahlen müssten, welche die ganzen natür­lichen Ressourcen ver­schwen­det habe! Die alte Frau entschuldigte sich und erk­lärte: «Es tut mir leid, wir hat­ten damals, zu mein­er Zeit, keine ökol­o­gis­che Bewe­gung.» Als sie den Laden ver­liess, mit unbe­haglich­er Mine, set­zte die Kassierin, eisig, hinzu: “Es sind Leute wie Sie, die auf unsere Kosten die ganzen Ressourcen ruiniert haben. Ist doch wahr, ihr habt damals über­haupt keine Rück­sicht genom­men auf die Umwelt!”

Die alte Dame wandte ein, dass man damals die Milch­flaschen und auch die Colaflaschen in den Laden zurück­brachte. Der Laden hat sie in die Fab­rik zurück­geschickt, wo sie gewaschen, ster­il­isiert, und erneut abge­füllt wur­den; man benutzte dieselbe Flasche mehrere Male. Und sie fügte hinzu: Damals, zu mein­er Zeit, hat man die Flaschen ganz reell rezyk­liert, aber man kan­nte keinen Umweltschutz.

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Warum wurde die Reduktion des Umwandlungssatzes der Pensionskassenrenten abgelehnt?

Manch­mal frage ich mich schon, wie weit Poli­tik­er und Wirtschafts­führer von der Real­ität der Bevölkerung ent­fer­nt sind. Da wun­dert man sich doch lan­dauf, landab darüber, wie die Schweiz­er Bevölkerung mit ein­er Dreiviertelmehrheit die Logik über Bord wer­fen kon­nte und ver­ant­wor­tungs­los zukün­fit­gen Pen­sion­ierten Geld zus­pricht, das diese gar nicht sel­ber erspart haben.
Nun ja, wie soll ich sagen: Die Bevölkerung hat in den let­zten Jahren anschaulich gelernt:

  • Dass Reiche hem­mungs­los den Steuer­wet­tbe­werb aus­nutzen und dor­thin ziehen, wo sie keine oder nur wenig Steuern zahlen müssen
  • Oder aber sie hin­terziehen gle­ich ihre Steuern und ver­schieben ihr Geld heim­lich in ein Land mit Bankgeheimnis.
  • Invest­ment­banker ver­zock­en nicht nur ihr eigenes Geld, son­dern auch das­jenige ihrer Kun­den hem­mungs­los an der Börse.
  • Dabei scheuen sie nicht davor zurück, die Kun­den mit falschen oder unklaren Ver­sprechun­gen in Investi­tio­nen zu lock­en, die diese eigentlich gar nicht wollen und auch nicht ver­ste­hen, solange nur der eigene Umsatz und somit der Bonus stimmt.
  • In guten Zeit­en kassieren sie schwindel­er­re­gende Boni und in schlecht­en Zeit­en ist kein­er ver­ant­wortlich, und der Steuerzahler trägt die Ver­luste.
  • Das vom Steuerzahler zur Ret­tung eingeschossene Geld wird so rasch wie möglich absorbiert und zur Fort­führung der Bonus-Par­ty einge­set­zt. An eine Rück­zahlung der Ret­tungs­gelder nach erfol­gre­ich­er Ret­tung denkt natür­lich kein­er. Wozu auch.
  • Nach­dem der Staat das Führen von Pen­sion­skas­sen­guthaben für alle Arbeit­ge­ber oblig­a­torisch macht, ergat­tern sichVer­sicherun­gen so rasch wie möglich ein schönes Teil dieses lukra­tiv­en Kuchens. So viel Sparzins wie möglich für die Ver­sicherten zu erwirtschaften liegt nicht in ihrem Inter­esse, stattdessen wird zusät­zliche Ren­dite lieber als Gewinn abgeschöpft.
  • Das Führen von eigen­ständi­gen Pen­sion­skassen wird durch staatliche Vorschriften so kom­pliziert gemacht, dass ein Heer vonFinanzber­atern und Anwäl­ten nötig wird, die sich hier eine gold­ene Nase ver­di­enen kön­nen. Die Ver­wal­tungskosten ger­ing zu hal­ten liegt nicht in ihrem Inter­esse, im Gegenteil.
  • Poli­tik­er lassen sich von der Wirtschaft für irgendwelche Man­date offen oder verdeckt bezahlen und ver­wan­deln sich so vom Volks- zum Interessenvertreter.

So ist heutzu­tage klar: Ich (und viele andere Leute auch) fühlen sich von der Poli­tik nicht vertreten. Eben­falls ist Ethik und Moral offen­sichtlich ein Fremd­wort gewor­den für alle diejeni­gen, die sie sich eigentlich leis­ten kön­nten. Warum wird von mir Ver­nun­ft, Ehrlichkeit und Rechtschaf­fen­heit erwartet, wo mir doch von dutzen­den von Vor­bildern in Poli­tik und Wirtschaft die Hem­mungslosigkeit vorgemacht wird? Warum wird von mir (und anderen kleinen Bürg­ern) Sol­i­dar­ität erwartet, wo es doch immer offen­sichtlich­er ist, dass nur der Eigen­nutz zählt? Dass alle anderen nur ver­arscht wer­den, wo es nur geht?
Na bitte!

Für Männer die etwas riskieren

Eine besondere Form des Coachings

Dr. Urs DudleDieser Artikel erschien in leicht abgeän­dert­er Form unter dem Titel “Man­ag­er mit Charak­ter” in Alpha — der Kader­markt der Schweiz am 31. 5. 2003. Da der Autor ein Fre­und von mir ist und ich für den Män­ner­work­shop Simul­tanüber­set­zer bin, repro­duziere ich den Artikel gerne hier auf meinem Blog. Mit fre­undlich­er Genehmi­gung des Autors, Her­rn Urs Dudle.

Män­ner­work­shops und Sem­i­nare mit Män­nern ent­fal­ten nach­haltige Wirkung und das ger­ade auch im Hin­blick auf den Beruf. Durch ihren ungewöhn­lichen, direk­ten Approach stellen solche Work­shops eine spezielle und effiziente aber sehr per­sön­liche Form des Coach­ings dar. 

Neue Män­ner braucht das Land!” sang Ina Deter vor ein paar Jahren in ihrem Lied. In Zeit­en, wo das Ver­trauen in viele unser­er Wirtschaft­skapitäne erschüt­tert ist, wird dieser Gedanke gerne wieder aufgenom­men. Dieser etwas radikale Ruf mag in uns zwiespältige Gefüh­le her­vor­rufen. Tat­sache bleibt aber, daß das The­ma Mann viel ungenutztes Poten­tial in sich birgt.

In diesem Artikel wer­den die wichtig­sten Aspek­te der Män­ner­ar­beit aufge­zeichnet und ihre Beziehung zu wirtschaftlich rel­e­van­ten Werten und Fähigkeit­en dargestellt. Dieser Verbindung ste­hen lei­der oft­mals Vorurteile von bei­den Seit­en im Wege. Richtig aufge­baut kann Män­ner­ar­beit für sich alleine ste­hen oder einem tra­di­tionellen Coach­ing (von Führungskräf­ten) wesentliche Aspek­te beifü­gen, indem sie eine direk­te Verbindung zum männlichen Kern auf­baut. Anstatt sich in Zie­len, Analy­sen und Tech­nik zu ver­lieren ste­ht die Echtheit, die Authen­tiz­ität im Zen­trum. Damit wer­den brach liegende Energiequellen angezapft, per­sön­liche wie kollek­tive, wobei vor allem let­ztere in Fre­und­schaft und Gemein­schaft wurzeln. Erst aus der Echtheit entste­ht wirk­liche Klarheit, Vision und ein Verantwortungs­bewußtsein, als Chef, als Coach oder ein­fach als Vater. Für Män­ner die etwas riskieren weiterlesen

Vorsicht: Work-Life-Balance kann Ihre Gesundheit gefährden!

Unsicherheit als Geschäft

Susanne ZiescheDieser Artikel erschien in Alpha — der Kader­markt der Schweiz am 28. 2. 2009. Er gefiel mir so gut, dass ich mir die Erlaub­nis einge­holt habe, ihn hier auf meinem Blog repro­duzieren zu dür­fen. Mit fre­undlich­er Genehmi­gung des Ver­lags und der Autorin, Frau Susanne Ziesche.

Der Rat­ge­ber­boom und die damit ver­bun­dene The­men­vielfalt kor­rumpieren immer öfters Begriffe. Zen­trale Anliegen wer­den oft in einem falschen Kon­text disku­tiert. Ein Plä­doy­er für mehr Inhalt und Vernunft.

Zu Beginn der Men­schheit gab es Zeitgenossen, die es sich geleis­tet haben, weniger Anteil am täglichen Über­leben­skampf zu haben und anfin­gen, die Wände der Wohn­höh­le zu bemalen, meist mit Jagdszenen; die Grund­lage für den Kun­st­be­trieb und die Zoolo­gie war gelegt. Später gab es welche, die als ver­sklavte Lehrer oder wohlhabende Bürg­er anfin­gen, über den Sinn des Lebens und über die rechte Art zu Leben nachzu­denken, und die Philoso­phie war geboren. Die Fra­gen, mit denen sich diese Vor­fahren beschäftigt haben, sind die gle­ichen, die uns noch heute beschäfti­gen. Doch die philosophis­che Auseinan­der­set­zung ist ein recht beschw­er­lich­er Weg der Selb­sterken­nt­nis. Vor­sicht: Work-Life-Bal­ance kann Ihre Gesund­heit gefährden! weiterlesen

Gemeinsam gegen Armut — Die Milleniumskampagne

www.gemeinsamgegenarmut.ch

Ich bin ja son­st nicht so der poli­tis­che Typ. Aber kür­zlich hat mich jemand auf eine Kam­pagne aufmerk­sam gemacht: Bei gemeinsamgegenarmut.ch han­delt es sich um den schweiz­er Ableger ein­er inter­na­tionalen Kam­pagne, die von der UNO unter dem Namen “Mil­le­ni­um­skam­pagne” gefördert wird. Die passende deutsche Home­page ist hier. Eine weit­ere Home­page über die Mil­le­ni­um­skam­pagne ist hier. Diese acht Ziele halte ich für sin­nvoll und wichtig, selb­st wenn man über einzelne Dinge disku­tieren kann. Beispiel­sweise werde ich das Gefühl nicht los, dass Entwick­lung­shil­fe in vie­len Län­dern wenig bringt, auss­er dass sie die Taschen der kor­rupten Regierungs­beamten oder von mafiösen Organ­i­sa­tio­nen füllt. Nichts­destotrotz soll man es wohl immer wieder ver­suchen, weil die Ungerechtigkeit und Chan­ce­nun­gle­ich­heit auf dieser Erde halt nach wie vor frap­pant ist.

www.gemeinsamgegenarmut.ch

Immer­hin ist ein klein­er Licht­blick, dass durch die ger­ade eben abgeschlosse­nen Wahlen in den USA die schlimm­sten Repub­likan­er an Macht ver­loren haben und die Demokrat­en wieder eine Gele­gen­heit erhal­ten, zu Beweisen, dass es auch anders geht.

Ich empfehle, mitzu­machen bei gemeinsamgegenarmut.ch und die Ziele zu unterstützen.

La crise n’existe pas?

Finanzkrise? Ja, natür­lich gibt es sie. Aber ich sel­ber habe dazu nichts zu sagen, weil ich von Finanzen nichts ver­ste­he. Ich habe auch kein sig­nifikantes Ver­mö­gen, das ich an der Börse oder sonst­wo ver­zock­en kön­nte. Die einzi­gen Aktien, die ich besitze, sind diejeni­gen, die ich von der UBS (als dama­liger Mitar­beit­er ein­er UBS-Tochterun­ternehmung) vor etwa 10 Jahren gün­stig bekom­men habe. Sie sind nach einem net­ten Höhen­flug wieder so viel Wert, wie ich vor 10 Jahren dafür bezahlt habe. Wenns hoch kommt. Deshalb: Fragt mich nicht, was ich über die Finanzkrise denke oder welche Möglichkeit­en es gibt zur Lösung. Ich denke nichts dazu, ich habe keine Mei­n­ung, ich bin bish­er kaum betrof­fen gewe­sen. Vielle­icht führt es zu ein­er weltweit­en Rezes­sion und vielle­icht ver­liere ich deswe­gen irgend­wann meine Stelle. Wenn es soweit ist, ist es schlimm genug, und dann werde ich mich halt um einen neuen Job bemühen. Mehr habe ich dazu nicht zu sagen. Auss­er vielle­icht dass ver­mut­lich diejeni­gen Leute am meis­ten Geld ver­loren haben, die auch am meis­ten gezockt haben.

Andere haben mehr zu sagen. Und das sog­ar auf humor­volle Weise. Irgend­wo bin ich auf dieses Video hier gestossen, das ich jedem empfehle. Kabaret­tist Butzko ver­ste­ht scheints nicht viel von Finanzen. So glaubte er, dass der Ein­la­gen­sicherungs­fonds ein Sub­ven­tion­spro­gramm für orthopädis­ches Schuh­w­erk sei, bis er sich dann etwas einge­hen­der mit der Kred­itkrise beschäftigte und schwup­ps­dibups wurde eine Kabarett-Ein­lage draus. (den Hin­weis auf dieses Video habe ich auf diesem Blog gefun­den).

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