Susan Caine ist amerikanische Schriftstellerin und Autorin des Buches Quiet: The Power of Introverts in a World That Can’t Stop Talking. Sie hat eine Homepage, auf der unter anderem untenstehendes Manifest nachzulesen ist: Susan Cain: Die Macht der Introvertierten weiterlesen
Kategorie: Wirtschaft
Lektion in Ökonomie oder Lektion in Arithmetik?
Dieser Artikel entstand aufgrund einer von Pierre Foglia am 16. Mai 2009 in der kanadischen Zeitung “La Presse” erzählten Geschichte.
Das überraschende Ergebnis erlaubt es, die Logik der Ökonomie besser zu verstehen. Vielen Dank an den Autor.
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Ökologie der älteren Generation
Eine alte Frau nahm sich einen Plastiksack für ihre Einkäufe, und die Kassierin warf ihr vor, nicht ökologisch zu handeln. Die Kassierin sagte zu der Frau, dass die Generation der alten Dame den Umweltschutz überhaupt nicht verstünde; dass es ausschliesslich die Jungen seien, die für die alte Generation bezahlen müssten, welche die ganzen natürlichen Ressourcen verschwendet habe! Die alte Frau entschuldigte sich und erklärte: «Es tut mir leid, wir hatten damals, zu meiner Zeit, keine ökologische Bewegung.» Als sie den Laden verliess, mit unbehaglicher Mine, setzte die Kassierin, eisig, hinzu: “Es sind Leute wie Sie, die auf unsere Kosten die ganzen Ressourcen ruiniert haben. Ist doch wahr, ihr habt damals überhaupt keine Rücksicht genommen auf die Umwelt!”
Die alte Dame wandte ein, dass man damals die Milchflaschen und auch die Colaflaschen in den Laden zurückbrachte. Der Laden hat sie in die Fabrik zurückgeschickt, wo sie gewaschen, sterilisiert, und erneut abgefüllt wurden; man benutzte dieselbe Flasche mehrere Male. Und sie fügte hinzu: Damals, zu meiner Zeit, hat man die Flaschen ganz reell rezykliert, aber man kannte keinen Umweltschutz.
Warum wurde die Reduktion des Umwandlungssatzes der Pensionskassenrenten abgelehnt?
Manchmal frage ich mich schon, wie weit Politiker und Wirtschaftsführer von der Realität der Bevölkerung entfernt sind. Da wundert man sich doch landauf, landab darüber, wie die Schweizer Bevölkerung mit einer Dreiviertelmehrheit die Logik über Bord werfen konnte und verantwortungslos zukünfitgen Pensionierten Geld zuspricht, das diese gar nicht selber erspart haben.
Nun ja, wie soll ich sagen: Die Bevölkerung hat in den letzten Jahren anschaulich gelernt:
- Dass Reiche hemmungslos den Steuerwettbewerb ausnutzen und dorthin ziehen, wo sie keine oder nur wenig Steuern zahlen müssen
- Oder aber sie hinterziehen gleich ihre Steuern und verschieben ihr Geld heimlich in ein Land mit Bankgeheimnis.
- Investmentbanker verzocken nicht nur ihr eigenes Geld, sondern auch dasjenige ihrer Kunden hemmungslos an der Börse.
- Dabei scheuen sie nicht davor zurück, die Kunden mit falschen oder unklaren Versprechungen in Investitionen zu locken, die diese eigentlich gar nicht wollen und auch nicht verstehen, solange nur der eigene Umsatz und somit der Bonus stimmt.
- In guten Zeiten kassieren sie schwindelerregende Boni und in schlechten Zeiten ist keiner verantwortlich, und der Steuerzahler trägt die Verluste.
- Das vom Steuerzahler zur Rettung eingeschossene Geld wird so rasch wie möglich absorbiert und zur Fortführung der Bonus-Party eingesetzt. An eine Rückzahlung der Rettungsgelder nach erfolgreicher Rettung denkt natürlich keiner. Wozu auch.
- Nachdem der Staat das Führen von Pensionskassenguthaben für alle Arbeitgeber obligatorisch macht, ergattern sichVersicherungen so rasch wie möglich ein schönes Teil dieses lukrativen Kuchens. So viel Sparzins wie möglich für die Versicherten zu erwirtschaften liegt nicht in ihrem Interesse, stattdessen wird zusätzliche Rendite lieber als Gewinn abgeschöpft.
- Das Führen von eigenständigen Pensionskassen wird durch staatliche Vorschriften so kompliziert gemacht, dass ein Heer vonFinanzberatern und Anwälten nötig wird, die sich hier eine goldene Nase verdienen können. Die Verwaltungskosten gering zu halten liegt nicht in ihrem Interesse, im Gegenteil.
- Politiker lassen sich von der Wirtschaft für irgendwelche Mandate offen oder verdeckt bezahlen und verwandeln sich so vom Volks- zum Interessenvertreter.
So ist heutzutage klar: Ich (und viele andere Leute auch) fühlen sich von der Politik nicht vertreten. Ebenfalls ist Ethik und Moral offensichtlich ein Fremdwort geworden für alle diejenigen, die sie sich eigentlich leisten könnten. Warum wird von mir Vernunft, Ehrlichkeit und Rechtschaffenheit erwartet, wo mir doch von dutzenden von Vorbildern in Politik und Wirtschaft die Hemmungslosigkeit vorgemacht wird? Warum wird von mir (und anderen kleinen Bürgern) Solidarität erwartet, wo es doch immer offensichtlicher ist, dass nur der Eigennutz zählt? Dass alle anderen nur verarscht werden, wo es nur geht?
Na bitte!
Für Männer die etwas riskieren
Eine besondere Form des Coachings
Dieser Artikel erschien in leicht abgeänderter Form unter dem Titel “Manager mit Charakter” in Alpha — der Kadermarkt der Schweiz am 31. 5. 2003. Da der Autor ein Freund von mir ist und ich für den Männerworkshop Simultanübersetzer bin, reproduziere ich den Artikel gerne hier auf meinem Blog. Mit freundlicher Genehmigung des Autors, Herrn Urs Dudle.
Männerworkshops und Seminare mit Männern entfalten nachhaltige Wirkung und das gerade auch im Hinblick auf den Beruf. Durch ihren ungewöhnlichen, direkten Approach stellen solche Workshops eine spezielle und effiziente aber sehr persönliche Form des Coachings dar.
“Neue Männer braucht das Land!” sang Ina Deter vor ein paar Jahren in ihrem Lied. In Zeiten, wo das Vertrauen in viele unserer Wirtschaftskapitäne erschüttert ist, wird dieser Gedanke gerne wieder aufgenommen. Dieser etwas radikale Ruf mag in uns zwiespältige Gefühle hervorrufen. Tatsache bleibt aber, daß das Thema Mann viel ungenutztes Potential in sich birgt.
In diesem Artikel werden die wichtigsten Aspekte der Männerarbeit aufgezeichnet und ihre Beziehung zu wirtschaftlich relevanten Werten und Fähigkeiten dargestellt. Dieser Verbindung stehen leider oftmals Vorurteile von beiden Seiten im Wege. Richtig aufgebaut kann Männerarbeit für sich alleine stehen oder einem traditionellen Coaching (von Führungskräften) wesentliche Aspekte beifügen, indem sie eine direkte Verbindung zum männlichen Kern aufbaut. Anstatt sich in Zielen, Analysen und Technik zu verlieren steht die Echtheit, die Authentizität im Zentrum. Damit werden brach liegende Energiequellen angezapft, persönliche wie kollektive, wobei vor allem letztere in Freundschaft und Gemeinschaft wurzeln. Erst aus der Echtheit entsteht wirkliche Klarheit, Vision und ein Verantwortungsbewußtsein, als Chef, als Coach oder einfach als Vater. Für Männer die etwas riskieren weiterlesen
Vorsicht: Work-Life-Balance kann Ihre Gesundheit gefährden!
Unsicherheit als Geschäft
Dieser Artikel erschien in Alpha — der Kadermarkt der Schweiz am 28. 2. 2009. Er gefiel mir so gut, dass ich mir die Erlaubnis eingeholt habe, ihn hier auf meinem Blog reproduzieren zu dürfen. Mit freundlicher Genehmigung des Verlags und der Autorin, Frau Susanne Ziesche.
Der Ratgeberboom und die damit verbundene Themenvielfalt korrumpieren immer öfters Begriffe. Zentrale Anliegen werden oft in einem falschen Kontext diskutiert. Ein Plädoyer für mehr Inhalt und Vernunft.
Zu Beginn der Menschheit gab es Zeitgenossen, die es sich geleistet haben, weniger Anteil am täglichen Überlebenskampf zu haben und anfingen, die Wände der Wohnhöhle zu bemalen, meist mit Jagdszenen; die Grundlage für den Kunstbetrieb und die Zoologie war gelegt. Später gab es welche, die als versklavte Lehrer oder wohlhabende Bürger anfingen, über den Sinn des Lebens und über die rechte Art zu Leben nachzudenken, und die Philosophie war geboren. Die Fragen, mit denen sich diese Vorfahren beschäftigt haben, sind die gleichen, die uns noch heute beschäftigen. Doch die philosophische Auseinandersetzung ist ein recht beschwerlicher Weg der Selbsterkenntnis. Vorsicht: Work-Life-Balance kann Ihre Gesundheit gefährden! weiterlesen
Gemeinsam gegen Armut — Die Milleniumskampagne
Ich bin ja sonst nicht so der politische Typ. Aber kürzlich hat mich jemand auf eine Kampagne aufmerksam gemacht: Bei gemeinsamgegenarmut.ch handelt es sich um den schweizer Ableger einer internationalen Kampagne, die von der UNO unter dem Namen “Milleniumskampagne” gefördert wird. Die passende deutsche Homepage ist hier. Eine weitere Homepage über die Milleniumskampagne ist hier. Diese acht Ziele halte ich für sinnvoll und wichtig, selbst wenn man über einzelne Dinge diskutieren kann. Beispielsweise werde ich das Gefühl nicht los, dass Entwicklungshilfe in vielen Ländern wenig bringt, ausser dass sie die Taschen der korrupten Regierungsbeamten oder von mafiösen Organisationen füllt. Nichtsdestotrotz soll man es wohl immer wieder versuchen, weil die Ungerechtigkeit und Chancenungleichheit auf dieser Erde halt nach wie vor frappant ist.
Immerhin ist ein kleiner Lichtblick, dass durch die gerade eben abgeschlossenen Wahlen in den USA die schlimmsten Republikaner an Macht verloren haben und die Demokraten wieder eine Gelegenheit erhalten, zu Beweisen, dass es auch anders geht.
Ich empfehle, mitzumachen bei gemeinsamgegenarmut.ch und die Ziele zu unterstützen.
La crise n’existe pas?
Finanzkrise? Ja, natürlich gibt es sie. Aber ich selber habe dazu nichts zu sagen, weil ich von Finanzen nichts verstehe. Ich habe auch kein signifikantes Vermögen, das ich an der Börse oder sonstwo verzocken könnte. Die einzigen Aktien, die ich besitze, sind diejenigen, die ich von der UBS (als damaliger Mitarbeiter einer UBS-Tochterunternehmung) vor etwa 10 Jahren günstig bekommen habe. Sie sind nach einem netten Höhenflug wieder so viel Wert, wie ich vor 10 Jahren dafür bezahlt habe. Wenns hoch kommt. Deshalb: Fragt mich nicht, was ich über die Finanzkrise denke oder welche Möglichkeiten es gibt zur Lösung. Ich denke nichts dazu, ich habe keine Meinung, ich bin bisher kaum betroffen gewesen. Vielleicht führt es zu einer weltweiten Rezession und vielleicht verliere ich deswegen irgendwann meine Stelle. Wenn es soweit ist, ist es schlimm genug, und dann werde ich mich halt um einen neuen Job bemühen. Mehr habe ich dazu nicht zu sagen. Ausser vielleicht dass vermutlich diejenigen Leute am meisten Geld verloren haben, die auch am meisten gezockt haben.
Andere haben mehr zu sagen. Und das sogar auf humorvolle Weise. Irgendwo bin ich auf dieses Video hier gestossen, das ich jedem empfehle. Kabarettist Butzko versteht scheints nicht viel von Finanzen. So glaubte er, dass der Einlagensicherungsfonds ein Subventionsprogramm für orthopädisches Schuhwerk sei, bis er sich dann etwas eingehender mit der Kreditkrise beschäftigte und schwuppsdibups wurde eine Kabarett-Einlage draus. (den Hinweis auf dieses Video habe ich auf diesem Blog gefunden).
Dieser Artikel erschien in leicht abgeänderter Form unter dem Titel “Manager mit Charakter” in 

