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Verzweifelt

Heiniger-Net Veröffentlicht am 4. April 2003 von Daniel4. April 2003
Reto hat am 4/4/2003 gefragt:
Hallo Daniel
So, folgendermassen, ich bin seit 3 Monaten mit Natasha zusammen! Wir verstehen uns eigentlich sehr gut, nur dass Sie sich sehr häufig in ihre kleine Wohnung einschliesst, und niemanden an sich heranlässt. Ihre Gefühlsschwankungen sind ebenfalls enorm. Am Montag weiss sie nicht, wie fest sie mich umarmen und küssen soll – dann sehen wir uns 3 Tage nicht, und am vierten ist sie völlig abweisend zu mir. In Gesprächen darüber sagt sie immer, dass sie sich halt nicht gewöhnt ist, eine so intensive und feste Bindung zu haben! Ich liebe diese Frau so brutal fest, und möchte sie einfach nicht verlieren. Aber ich komme einfach nicht an sie ran. Sie ruft mich selten an, meisstens bin ich derjenige, welcher sich bei ihr meldet. Ich möchte einfach nicht derjenige sein, der sie überrumpelt, aber wenn ich nichts mache, dann läuft auch nichts. Wenn sie einen guten Tag hat, dann merke ich wirklich von Herzen, dass sie mich liebt, aber eben, nur wenn es ihr gut geht!! Was soll ich tun, oder wie soll ich mich in Zukunft verhalten???

Daniel_heiniger hat am 4/4/2003 geantwortet
Mir scheint, Du kommst sehr wohl an sie heran. Und berührst sie offenbar auch sehr. Die Verliebtheist ist ja offensichtlich gegenseitig. Bloss hat sie noch Angst vor einer solch intensiven Beziehung, hat wahrscheinlich Angst davor, sich selbst aufgeben zu müssen, sich selbst zu verlieren.

Es braucht tatsächlich Zeit, sich an den Gedanken zu gewöhnen, dass man jetzt nicht mehr allein ist. Das heisst auch, dass man plötzlich bis zu einem gewissen Grad einem anderen Menschen rechenschaft schuldig ist. Dass dieser Mensch viel Zeit mit mir verbringen möchte.


Ich weiss nicht genau, was ich Dir raten soll. Auf der einen Seite empfehle ich Dir, Dich auf Dein Gefühl zu verlassen, das Dir sagt, dass sie es ernst meint mit Dir, dass sie Dich zurück-liebt. Was wiederum heisst, dass Du ihr auch ruhig Zeit lassen kannst, die Geduld dazu aufbringen solltest, darauf vertrauen, dass sie ihren Prozess durchmacht und dass sie mit der Zeit sich enger mit Dir verbinden wird. Vielleicht hat sie einfach auch eigene Interessen, denen sie nachleben will, und zu denen Du, wenn überhaupt, nur mit der Zeit Zugang finden wirst, wenn sie das zulässt. Und dann gibt es tatsächlich auch Menschen, die viel allein sein wollen und denen das auch gut tut. Ich bin selbst so einer.


Auf der anderen Seite verstehe ich auch, dass Du jetzt am liebsten dauernd mit ihr zusammensein möchtest und Mühe hast damit, dass sie das offenbar nicht so sehr will wie Du. Dann kann ich Dir nur raten: Bleib dran! Lass Dich nicht beirren. Ruf Du sie halt an, wenn sie Dich nicht anruft. Frag sie, ob sie es mag, wenn Du häufig anrufst, wenn Du Vorschläge machst, wie ihr den Tag oder den Abend verbringen könntet, oder ob sie sich belästigt fühlt. Wenn ja, dann musst Du Dich wohl oder übel zurückhalten.


Herzliche Grüsse

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Veröffentlicht unter Beziehungsratschläge,Wetellyou | Verschlagwortet mit Beziehungsratschl,Wetellyou

Patchwork Familie

Heiniger-Net Veröffentlicht am 16. März 2003 von Daniel16. März 2003
Seelensee hat am 16/3/2003 gefragt:
Hallo,hab zwar null Ahnung ob ich hier richtig bin,aber da ist etwas was mich je länger je mehr belastet.Mein Partner und ich sind seit 3Jahren zusammen,ich habe 2 Jungs aus der Ehe mit meinem verstorbenen Mann und letztes Jahr kam noch unser gemeinsamer Sohn dazu.Abgesehen von einer Beziehungskrise haben wir des öftern auch Streit wegen der Erziehung.Ich vertrete oder kann seine Ansichten zu wenig vertreten und er findet die meinigen total daneben.Er ist mir zu streng,zu herrschend und zu laut,ich schütze meine Kids davor und verletze ihn damit.Ich merk einfach dass ich mich nicht total umpolen lassen möchte,und denke wenn,dann müsste auch er etwas ändern und etwas von seinen Grundsätzen und Wertvorstellungen abkommen.Ich weiss nicht mehr weiter,jedesmal diskutieren wir darüber aber ich merk dann auch,dass es für mich so nicht stimmt.WAS tun?

Daniel_heiniger hat am 22/6/2003 geantwortet
Bei Erziehungsfragen ist leider das Ei des Kolumbus noch nicht gefunden worden. Es gibt so viele Erziehungsansätze, wie es Väter und Mütter gibt. Welcher davon richtig oder falsch ist, kann wohl kaum jemand wirklich beurteilen.

Meine persönliche Meinung (und auch die vieler Experten) ist die, dass eine Erziehung „freundlich aber konsequent“ sein sollte.


Du schreibst wenig über Deinen eigenen Erziehungsstil; Deine Hinweise auf denjenigen Deines Freundes deuten jedoch darauf hin, dass er wenig Geduld hat und schnell laut wird.


Wäre es vielleicht hilfreich, wenn Ihr Euch darauf verständigen könntet, dass Du ihm über ein Signal (z.B. eine Berührung am Arm) zu verstehen geben kannst, dass er jetzt wieder zu weit geht oder zu laut wird. Kinder brauchen und wollen auch Grenzen gesetzt bekommen. Sie fordern dies ja häufig geradezu heraus. Und Grenzenlosigkeit ist auch schädlich. Allzu enge Grenzen dagegen verhindern ihre Entfaltung.


Nützlich wäre es, wenn Ihr Euch unter vier Augen mit diesen Fragen auseinandersetzt. Dabei solltet Ihr Abmachungen treffen darüber, wer wann findet, dass der Partner jetzt zu weit gegangen ist bzw. zu large war. Ich denke allerdings, dass die grundsätzliche Rollenverteilung schon stimmig ist: Dass nämlich der Mann im Hause streng ist und die Mutter etwas beschützend sein darf. Ihr müsst nur aufpassen, dass Ihr Euch vor den Kindern gegenseitig herutermacht, was dazu führt, dass sie jeden Respekt verlieren. Ausserdem besteht die Gefahr, dass die Kinder die unterschiedlichen Erziehungsvorstellungen auszunützen versuchen. Kompromissbereitschaft auf beiden Seiten ist dazu allerdings wohl Voraussetzung. Wenn das nicht funktioniert, möchte ich Euch gerne eine Therapie empfehlen, und zwar bei einem Paar- oder Familientherapeuten. Diese neutrale und unabhängige Person wird mithelfen, dass Ihr wieder aus diesem Teufelskreis herausfinden könnt.


Herzliche Grüsse und viel Mut

— Daniel

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giftstachel

Heiniger-Net Veröffentlicht am 20. Januar 2003 von Daniel20. Januar 2003
Savch hat am 20/1/2003 gefragt:
wenn ich mich von meinem partner über längere zeit verletzt oder unverstanden fühle, setze ich (weiblich, skorpion) aus hilflosigkeit oft meinen giftstachel ein, indem ich mehr oder weniger bewusst äusserungen mache, wo ich weiss, dass sie meinen partner verletzen könnten. meine bisherigen partner konnten damit umgehen. mein letzter partner (waage) hat aus eben diesem grunde die patnerschaft vor kurzem beendet, da er damit nicht klar kam. ich versuche seine entscheidung zu akzeptieren und doch möchte ich dieses problem in den griff bekommen. ich weiss, dass es am einfachsten wäre, es gar nicht soweit kommen zu lassen und über die gründe sofort zu sprechen. doch unabhängig davon, wie kann ich versuchen solche äusserungen im entscheidenden moment zu unterdrücken?
können sie mir einen tipp geben?

Daniel_heiniger hat am 20/1/2003 geantwortet
So ein Zufall – ich bin selbst Waage…

Ich kenne das gut, ich hatte selbst mal eine Freundin, die gut und gerne den „Giftstachel ausgefahren“ hat, wie Du Dich ausdrückst. Ich konnte auch lange nicht damit umgehen, bis ich irgendwann anfing, mich hinterher, in einer ruhigen Minute, sie darauf hinzuweisen, dass mich diese oder jene Äusserung sehr verletzt hat. Was ich denn auch Deinem Freund empfehlen würde, so er sich noch dafür interessierte.


Dir möchte ich kurz ein Vorgehen schildern, das ich bei mir selbst schon mehrmals mit Erfolg angewendet habe, wenn es darum ging, dass ich ein mich oder andere störendes Verhalten ändern wollte. Und zwar habe ich dazu ein drei-Schritte Programm entwickelt.


Grundsatz: Du bist nicht Deine Reaktion. Wenn Du verletzend wirst, ist es, nehme ich an, nicht in dem Sinne gemeint, dass Du die Beleidigung wörtlich meinst oder den Partner echt beleidigen willst. Sondern es ist vielmehr eine Reaktion auf eine eigene Verletzung, oder dass Du Dich selbst unverstanden fühlst (wie Du ja selbst schreibst). Daher: Du bist nicht Deine Reaktion. Deine Reaktion ist angelerntes Verhalten. Es gibt auch andere Möglichkeiten, als auf diese Weise zu kompensieren. Diese müssen nur erlernt werden.


Erster Schritt: Beobachte Dein eigenes Verhalten. In dieser Phase wird es noch nicht möglich sein, Dein Verhalten zu ändern. Vielmehr bemerkst Du erst hinterher, dass Du jetzt wieder einmal unnötig zu weit gegangen bist. Wenn Du dieses realisierst, sage zu Dir selbst: „Aha! Jetzt bist Du wieder einmal in die Falle getappt!“ Wenn Du magst, sage dies auch Deinem Partner. Und entschuldige Dich sogar dafür. Versprich aber nicht, dass es nicht mehr vorkommt, denn es wird wieder vorkommen. Entschuldige Dich einfach dafür. Das wird ihm guttun. Gleichzeitig kannst Du ihn darauf hinweisen, was Dein Verhalten hervorgerufen hat. Inwiefern Du Dich selbst verletzt oder unverstanden fühlst. Das wird schon mal zu sehr guten Gesprächen führen.


Zweiter Schritt: Beobachte Dein eigenes Verhalten. Aber mit der Zeit wird Dein innerer Alarm schon zu schrillen beginnen, gerade während Du Deinen Partner verletzt. Wenn Du es eimmal nicht erst hinterher, sondern bereits währenddessen merkst, weisst Du, dass Du in die zweite Phase eingetreten bist. Jetzt hast Du die Möglichkeit, Dich sofort zu entschuldigen, oder sofort die Spitzen zu brechen. Auch diese Phase wird längere Zeit dauern, Wochen bis Jahre.


Dritter Schritt: Beobachte Dein eigenes Verhalten. Da Du Dir selbst gegenüber immer sensibler geworden bist, merkst Du jetzt bereits vorher, wenn Du in „Stichellaune“ kommst und kannst Dich bewusst dafür entscheiden, sie auszuleben, oder stattdessen die wahren Motive aufs Tapet zu bringen. In dieser Phase bist Du soweit, dass Du die eigenen Verletzungen und das Dir entgegengebrachte Unverständnis auf den Tisch legen kannst, bevor es Schaden anrichtet. Das empfehlenswerte Vorgehen ist nämlich, solche Dinge sofort auszusprechen. „Mein Lieber, ich fühle mich in der Sache xxx von Dir nicht verstanden. Es ist mir aber wichtig. Darf ich mit Dir bitte nochmals darüber reden und Dir genau erklären, was ich meine?“ Oder „Ich fühle mich verletzt durch xxx. Warum hast Du das getan/gesagt? Gibt es einen besonderen Grund dazu?“ Und schon führt ihr fruchtbare Gespräche, die Euch entweder einander näher bringen, oder klar machen, dass ihr eventuell nicht zusammen gehört. Dies wäre wohl dann der Fall, wenn er überhaupt nicht auf Deine Gesprächsangebote eingeht.


Allfällig musst Du ihm die Zeit geben, die Du selbst gebraucht hast (oder noch mehr), sodass er selbst auf diese Stufe wachsen kann. Falls er sich überhaupt nicht für eine verbesserte Gesprächskultur interessiert, ist es wohl Zeit, einen anderen Mann zu suchen.


Liebe Grüsse

— Daniel

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Pupertät

Heiniger-Net Veröffentlicht am 18. Januar 2003 von Daniel18. Januar 2003
Sandy_search hat am 18/1/2003 gefragt:
Meine Tochter, welche im Juni 2003 15 jahre alt wird, kapselt sich seit einem halben Jahr regelrecht zu Hause ab! Nichts ist mehr recht Ich als Alleinerziehende Mutter, welche noch arbeiten muss und auch noch 2 Knaben zu versorgen hat, im Alter von 9 und 11 Jahren, werde von ihr als “ nichts “ dargestellt! Wir können nicht zusammen sprechen, da sie immer meint, sie wisse, was sie zu tun hat und ich brauche ihr nichts mehr zu sagen! Sie hat auch schon gesagt, dass es ihr zu Hause nicht mehr gefällt und dass andere “ mehr “ haben, als wir! Ich werde mit der Situation im Moment einfach nicht fertig und habe mir auch schon gedacht, einen Psychologen dazu zu ziehen! Vielleicht wäre es gut, wenn wir eine Familientherapie machen würden?! Sie hilft auch überhaupt nichts mehr zu Hause. Auch mit ihren Brüdern kommt sie nicht mehr zu recht. Sie stichelt sie oft und haben viel Krach zusammen. Und dann wieder versucht sie, die Buben zu erziehen. Sie hat sicher viel miterlebt! Sie ist das Kind vom ersten Mann, welcher Alkoholiker war und mich Misshandelt hat! Als er anfing, meine Tochter mit 1/2 jährig zu schlagen, habe ich, als sie 1 1/2 jährig war, meinen Mann verlassen! Mein 2 Ehemann hat uns psychisch Misshandelt und diese Ehe ging nach 8 Jahren in die Brüche! Aus dieser Ehe stammen die 2 Buben! Ich weiss mir keinen Rat mehr. Ich möchte ihr gerne helfen, aber ich weiss nicht wie! Wenn sie in der öffentlichkeit ist, geht es wunderbar und alle rühmen meine Tochter, aber eben, zu Hause ist sie wie ein umgekehrter Handschuh! Vielleicht wissen sie mir einen Rat!
Vielen Dank!
Sandra

Daniel_heiniger hat am 20/1/2003 geantwortet
Liebe Sandra

Das ist eine sehr schwierige Situation. Bei den Kindern meiner Frau (ich bin also ihr zweiter Mann) sind mir zum Glück solch massive Schwierigkeiten erspart geblieben, obwohl es auch mir gar nicht leicht fiel (um nicht zu sagen, dass es mir häufig missglückte), in ihrer Pubertät die richtigen Worte zu finden, um mässigend oder richtungsweisend auf ihr Verhalten einzuwirken. Als nicht-so-geplagter Stiefvater darf ich Ihnen deshalb vielleicht folgende Ratschläge geben:


Geduld – bringt Rosen, sagt man. Ich weiss, das ist viel leichter gesagt, als getan. Aber es hilft nichts: Sie könnnen Ihre Tochter nicht von heute auf morgen ändern, noch können Sie Sich selbst so schnell ändern. Viele Dinge sieht man im Lauf der Zeit als weniger gravierend an. Das gilt insbesondere für Ihre Tochter: Geben Sie ihr Zeit, sich in der Welt der Erwachsenen zurecht zu finden. Das bedeutet ja vor allem, dass sie mehr und mehr Verantwortung für sich und andere übernehmen muss und wird. Das macht auch Angst. Und wiegt schwer.


Nicht provozieren lassen, Ruhe bewahren – Das gehört ins selbe Kapitel wie die Geduld. Und heisst: Herumschreien mit rotem Kopf bringt wenig. Das steigert nur die Verbissenheit, mit der man seinen eigenen Standpunkt verteidigt, sowohl Sie als auch Ihre Tochter. Es ist besser, in Ruhe miteinander zu reden. Wenn die Wut verraucht ist. Und man Zeit hat.


Ehrlichkeit – Möglicherweise hat sie ja recht mit ihrer Aussage, dass „andere mehr haben“ als sie. Da hilft wohl kein Beschönigen. Tatsachen sind Tatsachen. Und die soll man auch aussprechen. Und dazu stehen. Ihr habt beide ein schweres Leben gehabt. Mehr lag und liegt nicht drin. Sie müssen wahrscheinlich jeden Franken zweimal umdrehen, bevor Sie ihn ausgeben. Das ist keine Schande. Es geht vielen Menschen so. Zur Schande wird es erst, wenn man sich dafür schämt. Aber wofür sollen Sie sich schämen? Sie haben getan, was getan werden musste. Sie haben ihr ganzes Leben hart gearbeitet. Dafür müssen Sie sich nicht schämen. Schliesslich gibt es andere Mittel, um sich glücklich zu machen, als mit Dingen, die mit Geld zu kaufen sind. Unternehmen Sie etwas mit ihrer Tochter, was auch ihr Freude macht. Lassen Sie ihre Phantasie walten. Das braucht nicht viel Geld.


Klare Linie – Sagen Sie ihr in ruhigen Worten, was für Sie drin liegt, und was nicht. Dass Sie nach wie vor die Verantwortung für sie tragen, auch wenn ihr das nicht recht ist. Wie spät sie Abends nach Hause kommen darf, wie sie Zuhause im Haushalt helfen soll. Wie Sie sich ihren Umgang mit ihren Brüdern vorstellen. Und dann aber auch darauf beharren. In anderen Worten: Verlangen Sie nichts, was Sie nicht auch bereit sind, durchzusetzen.


Hilfe suchen – die Idee mit dem Psychologen ist gar nicht so schlecht. Auch hier: Es ist keine Schande, wenn man sich helfen lässt. Ich bin selbst jahrelang in Therapie gewesen und es hat mir sehr geholfen. Meine Empfehlung wäre, bei einem Therapeuten oder einer Therapeutin eine erste Sitzung zu machen und dabei erzähle, wie es Ihnen geht, und um was es Ihnen geht, bei was sie genau Hilfe benötigen. Gleichzeitig sollten Sie herausfinden, ob Sie sich bei diesem Therapeuten oder dieser Therapeutin wohl fühlen. Ob Sie ihm/ihr vertrauen können. Das ist das wichtigste bei einer Therapie. Sie sollten ihn/sie auch darauf ansprechen, ob eine Familientherapie sinnvoll sei, oder ob Sie sich vielleicht erst einmal selbst helfen lassen wollen und dadurch gestärkt wieder auf Ihre Tochter zugehen können. Im Raum Zürich/Baden/Lenzburg kenne ich noch den einen oder anderen Psychologen, den ich empfehlen könnte. Wenn Sie mir Ihren Wohnort verraten (privat natürlich, nicht öffentlich), dann empfehle ich Ihnen gerne den einen oder anderen Therapeuten.


Mit herzlichen Grüssen

— Daniel

Daniel_heiniger hat am 20/1/2003 geantwortet
Liebe Sandra. Danke für Ihre Bewertung und besonders für den Kommentar dazu.

Allerdings möchte ich dazu sagen: Nicht verzagen! Es nicht zu schaffen ist keine Option. Was soll das auch heissen? Natürlich schaffen Sie das. Aber lassen Sie sich dabei helfen.


Leider kenne ich mich im Kanton Solothurn mit Therapeuten nicht so gut aus. Vielleicht wollen Sie es einfach mal aufs geratewohl im Telefonbuch probieren? Suchen Sie unter „Psychologische Beratung“ oder „Psychotherapie“. Und, wie gesagt, wenn Sie sich beim Therapeuten in der ersten Sitzung nicht wohl fühlen, sagen Sie ihm das und versuchen Sie es bei einem anderen. Diese Leute sind dafür ausgebildet, mit sowas umgehen zu können. Es macht auch nichts, wenn Sie mehrere „durchprobieren“. Es ist schliesslich zu Ihrem Besten. Fragen Sie auch danach, ob die Stunden mit der Krankenkasse abgerechnet werden können. Das ist häufig der Fall, besonders bei psychiatrisch ausgebildeten Ärzten.


Ich frage mal bei meinen Freunden herum. Vielleicht findet sich doch noch einer, der einen guten Solothurner Therapeuten kennt. Aber verlassen Sie sich nicht darauf.


Herzlichst

— Daniel

Daniel_heiniger hat am 21/1/2003 geantwortet
Der einzige Therapeut, den ich Dir anbieten kann, ist dieser hier:

Peter Stucki, Therapeut

Oekumenische Beratungsstelle

Ehe-Familien- u. Partnerschaftsfragen Seeland-Solothurn

Bahnhofstr. 16, 2502 Biel

Tel 032 322 7880


Es interessiert mich, wie es Dir weiter ergeht. Bitte halte mich auf dem laufenden.


Viel Erfolg!

— Daniel

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Zukunftsaussichten?

Heiniger-Net Veröffentlicht am 23. Dezember 2002 von Daniel23. Dezember 2002

 

CICCIOLINA hat am 23/12/2002 gefragt:
  Ich liebe meinen Freund. Er ist 34 und somit 13 Jahre älter als ich. Eine Tochter hat er auch. Ich habe einfach Angst, ihn zu verlieren. Wir möchten, wenn alles gut geht, mal heiraten, aber er ist sich nicht sicher, ob er auch Kinder will. Die Mutter seiner Tochter verliess er, als die Kleine 3 war, weils nicht mehr klappte mit der Ex. Das ist mittlerweile 6 Jahre her. Ich beschäftige mich oft mit seiner Vergangenheit und habe Angst, dass es nicht klappen könnte mit uns. So ernsthaft, mit Familie und so, meine ich. Wir sind etwas über ein Jahr zusammen und vor einigen Tagen hat er mir gesagt, ich müsse mir ernsthaft überlegen, ob ich mein ganzes Leben mit ihm zusammenbleiben könnte, wegen des Altersunterschiedes. Man merke jetzt noch nichts davon, aber später wahrscheinlich schon. Ich denke, dass er mich wirklich liebt, aber manchmal bin ich mir doch nicht so sicher, obs mit uns klappt.
  Schliesslich hat er die Mutter seiner Tochter ja auch nicht geheiratet, obwohl er sie sehr geliebt hatte. Mich wolle er heiraten, wenn ich mit meinem Studium zu Ende bin…sagt er jedenfalls.
  Ich weiss gar nicht, was das Problem ist, aber hin und wieder werde ich nervös und unruhig und sehe unsere „Möchtegernzukunft“ als eine Illusion, obwohl wir uns beide so sehr lieben.
  Ich habe Angst, mit meinem Temperament und meiner Impulsivität eines Tages alles kaputt zu machen.
  Und der Altersunterschied, könnte das mit der Zeit wirklich ein Problem werden? Und wieso verdammtnochmal denke ich so oft an seine Ex? Vielleicht suche ich die Probleme ja nur, weil wirs im Grunde ja sehr gut miteinander haben.

Daniel_heiniger hat am 24/12/2002 geantwortet
  Wenn er Dich auffordert, über das zusammenbleiben nachzudenken, dann solltest Du ihn Deinerseits zum selbigen auffordern. Mir scheint, dass er selbst nicht klar ist über seine und eure Zukunft.

Ob es klappt oder nicht mit einem Paar hängt natürlich sehr stark davon ab, wieviel guten

Willen und Opferbereitschaft beide Seiten aufbringen können. Guten Willen deshalb, weil immer wieder Hindernisse auftauchen, die es leichter erscheinen lassen, sich zu trennen, z.B. ein anderer attraktiver Mensch oder Missverständnisse und Streit. Opferbereitschaft weil widrige Lebensumstände immer wieder zum Verzicht aufrufen, und besonders das verlangt uns sehr viel ab.

Illusionen abzustreifen, die rosarote Brille abzulegen, ist in jedem Fall hilfreich. Wahrscheinlich denkst Du deshalb häufig an seine Ex, weil Du denkst, dass sich die Geschichte mit ihr bei Dir wiederholen könnte. Diese Position hat durchaus ihre Berechtigung.

Wenn Du „die Probleme suchst“, dann lass Dich von einem guten Therapeuten beraten. Wenn allerdings Dein Temperament und Deine Impulsivität alles kaputtmachen können, dann hast Du den falschen Partner, der Dich nicht so nimmt und liebt wie Du bist.
 


Herzliche Grüsse

— Daniel

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Veröffentlicht unter Ehe und Beziehungskrisen,Wetellyou | Verschlagwortet mit Ehekrisen,Wetellyou

Hatte bis zum 7.Dezember 2002 eine zwei jährig…

Heiniger-Net Veröffentlicht am 23. Dezember 2002 von Daniel23. Dezember 2002

 

Klaudia17 hat am 23/12/2002 gefragt:
  Hatte bis zum 7.Dezember 2002 eine zwei jährige Beziehung. Er hat mich verlassen wegen übertriebener eifersucht. zur zeit sagt er das er ruhe und abstand braucht. ruft mich aber an, geht mit mir am abend fort sagt dass er mich noch liebt kann sich aber am nächsten tag nicht mehr daran erinnern. Gibt er mich noch eine zweite chance?

Daniel_heiniger hat am 24/12/2002 geantwortet
  Wie, er kann sich am nächsten Tag nicht erinnern? Das klingt übel.

Die Frage ist doch vielmehr, ob Du ihm noch eine zweite Chance gibst. Du schreibst von übertriebener Eifersucht, was darauf hindeutet, dass Du ihm eigentlich keinen Grund dazu geliefert hast. Von daher müsstest Du Dir sagen, dass Du solche Behandlung nicht verdient hast. Es gibt noch genügend anständige Männer, die sich gerne mit Dir abgeben und eine ernsthafte Beziehung anfangen würden. Du brauchst Dich nicht mit einem herrschsüchtigen und eifersüchtigen Exemplar abzugeben. Dafür ist unser Leben zu kurz.

Herzliche Grüsse

— Daniel

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Beziehungsfrage

Heiniger-Net Veröffentlicht am 25. November 2002 von Daniel25. November 2002
Wisi hat am 25/11/2002 gefragt:
Ich liebe meine Frau, aber ich habe seit kurzem ein Verhältnis mit einer attraktiven, intelligenten jungen Dame. Was soll ich tun?

Daniel_heiniger hat am 25/11/2002 geantwortet
1. Was heisst, dass Du Deine Frau liebst? Heisst das, dass sie Dir so viel Wert ist, dass Du für sie bereit bist, auf das eine oder andere zu verzichten? Bedeutet es, dass Dir das Versprechen „bis dass der Tod euch scheidet“ nicht nur leere Worte sind? Bedeutet es, dass Du Dir vorstellen kannst, mit ihr zusammen alt zu werden? Etwas aufzubauen? Gemeinsame Pläne zu verfolgen? Kinder grosszuziehen? Im Pensionsalter zusammen auf dem Ofenbänklein sitzen und das Leben Revue passieren zu lassen?

2. Was genau zieht Dich zu der jungen Dame? Ihr Alter? Ihre Attraktivität? Ihre Intelligenz? (um nur schon bei den Dingen zu bleiben, die Du selbst erwähnt hast) Oder ist es das, dass sie (mehr oder weniger leicht) zu haben war? Dass sie Dich spannend findet? Dass sie Deinem Ego schmeichelt?


Eine bedeutsame Beziehung aufzubauen mit dem Menschen, der einem am meisten bedeutet, erfordert viel Arbeit. Nicht alle von uns sind auch bereit, diese Arbeit zu leisten. Man kann es sich z.B. zur Aufgabe machen, die Leidenschaft, die in jeder längerdauernden Beziehung irgendwann geringer wird, ohne Zuhilfenahme von fremder Energie wie beim Fremdgehen wieder aufzufrischen. Dazu sind auch keine Swingerklubs oder Pornovideos notwendig. Die Häufigkeit des Sex mit meiner eigenen Frau hat auch deutlich nachgelassen (wir sind seit 12 Jahren verheiratet). Wenn ich mich die innere Einstellung finden kann, dass jede sexuelle Begegnung mit ihr einmalig ist, und dass ich meine ureigene männliche, phallische Energie zu dieser Begegnung mitbringen kann und dann sehen, was sich daraus entwickelt, aber auch die Offenheit habe, mich auf den Augenblick einzulassen und eventuell ganz woanders zu landen als ich ursprünglich wollte, dann kann neues entstehen, von dem ich gar nicht wusste, dass es existiert.


Ich nehme an, dass ich Dir nicht erklären muss, dass Du mit der „attraktiven, intelligenten jungen Dame“ selbstverständlich weitermachen kannst, dass Du Dich von Deiner Frau scheiden lassen kannst. Dass Du aber irgendwann Dich wieder in derselben Situation wiederfinden wirst, dass Du nämlich eine noch jüngere und noch attraktivere und noch intelligentere Dame finden wirst, die Dich wieder ins selbe Dilemma stürzen wird. Warum die Sache nicht gleich richtig anpacken und Dich bei der Dame für die schönen Stunden, die ihr zusammen verbracht habt, bedanken, aber im übrigen Dich verabschieden und nach Hause gehen und dort mit der (Beziehungs-) Arbeit anfangen, mit der Frau die Du liebst, und die Dich liebt, und mit der Du eine Zukunft aufbauen wolltest und immer noch willst (falls das denn der Fall ist).


Herzliche Grüsse

— Daniel

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Liebeskummer

Heiniger-Net Veröffentlicht am 28. September 2002 von Daniel28. September 2002
Zarley hat am 18/9/2002 gefragt:
Ich war 3.5 Jahre mit meiner damaligen Freundin zusammen als ich Schluss gemacht habe.Ich war im letzten Semester meiner Weiterbildung und war sehr unzufrieden mit meiner Arbeitsstelle.Leider gingen mir die kleinen Fehler meiner Freundin auch auf die Nerven.Ich war nie glücklich über diese Entscheidung und doch schien es mir die einzige Möglichkeit zu sein auszubrechen.Nun sie hat sehr viel gelitten und einiges durchmachen was mir unendlich leid getan hat.
Das war Mitte Mai.Ende Juli rief sie mich einmal an und sagte mir dass sich ein Typ bei ihr gemeldet hat und ins Kino möchte mit ihr.Ich sagte ihr dass sie doch auch gehen sollte“sie müsse ja nicht gleich eine Beziehung anfangen.Am nächsten Abend ging sie dann mir ihm ins Kino,3 Tage später gingen sie miteinander,und nocheinmal 2 Tage später an unserem „4 Jährigen Jubiläum“ rief sie mich an und erzälte sie mir von ihrem Glück.
Jetzt wurde mir bewusst langsam dass ich sie verlieren werde und habe sofort reagiert und ihr erzählt dass ich sie immer noch sehr liebe,was die Wahrheit ist,und dass ich nur mit ihr glücklich werden kann.Sie machte dann sofort einen Break mit dem Anderen und dan ging es so richtig los.Innerhalb der letzten 3 Wochen sagte sie mir dass sie mich immer geliebt habe und ich ihr Mann fürs Leben bin.Das ging so etwa einen Tag und sie erzählte mir dann dass sie ein schlechtes Gewissen dem Anderen gegenüber hat und doch nicht so sicher ist ob sie mich wirklich liebe oder nicht.Der Andere hat auch nicht Vorwürfen an ihre Seite gespart und ihr ein schlechtes Gewissen gemacht:sie habe ihm das Herz durchbohrt und jetzt haue sie noch mit einem Hammer darauf und die Welt stecke voller Wiederholungstäter usw.Schlussendlich hat sie dann mir definitiv gesagt dass sie mit mir keinen Neuanfang haben möchte es sei zuviel geschehen.
Am nächsten Tag war sie dann bereits mit dem Anderen Typ zusammen der übrigens überhaupt nich ihr Typ sei.
Gestern einen Woche später traff sie eine gemeinsame Freundin und erzählte ihr sie liebe den Anderen und für mich sei es doch das Beste wenn ich auch eine Freundin hätte,das würde ihr einen Stich ins Herzen geben aber es wäre doch das beste.Mit dem Anderen wüsste sie ja aber auch nicht ob die Beziehung klappe oder nicht.
Glauben sie dass sie mich mit dem Anderen vergessen machen möchte?
vor 3 Tagen als ich sie anrief und etwas abmachen wollte zum kurz einen Cafe trinken sagte sie mir es sei ihr noch zu früh.
Was kanbn ich unternehmen dass sie mir eine 2 Chance gibt?

Daniel_heiniger hat am 18/9/2002 geantwortet
Ich sehe nur eines: Hartnäckig dranbleiben. Die offene und ehrliche Auseinandersetzung suchen mit ihr. Ihr mitteilen, was sie Dir bedeutet. Und was das für Dich bedeutet, welche Konsequenzen das für Dich hat.

Sie hat nun erlebt, dass sie sich nicht 100%-ig auf Dich verlassen kann. Deshalb braucht es jetzt einiges von Deiner Seite, dass sie merkt, dass Du ein Mensch bist auf den sie zählen kann. Und Frauen wünschen sich Männer, die zu ihnen stehen. Ohne wenn und aber. Wenn aber dieses Grundvertrauen da ist, dann tut sie so ziemlich alles für Dich. Dann sind andere Männer kein Thema mehr, ob die Beziehung in die Brüche gehen soll oder nicht. Das ist dann für Euch beide völlig klar, dass ihr zusammengehört. Voraussetzung ist natürlich, dass Du es ernst meinst.


Und davon gehe ich aus, weshalb ich sehr wohl denke, dass sie Dir eine zweite Chance geben wird, wenn Du Deine Absicht und Deine Zuverlässigkeit nur klar genug unter Beweis stellst. Es kann sein, dass Du etwas Geduld brauchst, dass Überzeugungsarbeit vonnöten ist. Aber, wie gesagt, Du meinst es ja ernst, und deshalb ist das ja auch kein Problem für Dich.


Viel Erfolg

— Daniel

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keine Freunde – keine Freude

Heiniger-Net Veröffentlicht am 11. September 2002 von Daniel11. September 2002
Is14al hat am 11/9/2002 gefragt:
Ich habe keine Freunde – warum sollte mich jemand mögen? Ich bin hässlich, schlecht im Sport, und auch meine Noten in der Schule bringen mir nichts als Kummer mit den anderen Kindern ein. Auch wenn ich versuche, mir nichts daraus zu machen, z.B. im Bus oder der Cafeteria, gibt es immer jemanden, der mich auslacht und mich einen Versager schimpft. Wenn ich wenigstens Fussball spielen könnte oder grösser oder stärker wäre, vielleicht wäre dann alles anders. Aber ich bin bloss ein Blödmann, und die einzigen Kinder die mit mir rumhängen sind selber blöd – wer braucht schon sowas? Manchmal, wenn ich in meinem Zimmer sitze und Musik höre, stelle ich mir vor wie es wäre, wenn ich klasse wäre, einer, den andere mögen; wie es wäre Freunde zu haben. Warum bin ich bloss als Versager geboren worden?

Daniel_heiniger hat am 16/9/2002 geantwortet
Lieber is14al

Ich möchte Dir auch ein paar Fragen stellen:


Glaubst Du, dass andere Dich gern haben können, wenn Du Dich selbst nicht gerne hast? Glaubst Du, dass andere zu Dir stehen können, wenn Du sie als blöd bezeichnest und Dich selbst und andere ablehnst? Weil, was man ablehnt, verliert man nämlich. Das ist eine geheime Regel.


Hast Du es jemals erlebt, dass Dich jemand gerne hatte, so wie Du bist, Eltern, Grosseltern, Nachbarn, oder sonst wer? Hast Du jemals jemanden annehmen können, so wie er oder sie war? Wie war das? Hast Du einmal eine Freundschaft verloren, und wie war das?


Was findest Du schön im Leben und woran hast Du Freude? Gibt es einen Hund oder eine Katze oder sonst ein Tier, das Dich annimmt so wie Du bist?

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Mein Mann hat mich und unsere kl. Tochter vor …

Heiniger-Net Veröffentlicht am 13. Juli 2002 von Daniel13. Juli 2002

 

Lilli hat am 13/7/2002 gefragt:
  Mein Mann hat mich und unsere kl. Tochter vor ca. 2 Monaten verlassen. Wohnt zur zeit bei seiner Schwester. Ich bin am 05.07.1973geboren ( Krbs und Er am 18.06.1977( Zwilling) Er hat zur Zeit eine Freundin im alter von40 Jahren, die auch von ihrem Mann gegangen ist. Sie bleibt aber bei ihm und Ihren Kinder Wohnen. Meinen Sie ich hätte noch eine Chance , das mein Mann wieder zurück kommt.
Daniel_heiniger hat am 16/7/2002 geantwortet
  Ich kann mit den Sternzeichen nur bedingt etwas anfangen, weil ich kein Astrologe bin. Wenn schon, dann biete ich Dir eine psychologische Beratung an. Allerdings habe ich dazu sehr wenig Information.

Grundsätzlich müsste ich erst mal wissen, was denn die Hintergründe sind. Hast Du eine Ahnung, warum Dich Dein Mann verlassen hat? Aus welchen Beweggründen? Hat er sich in diese Freundin verliebt und will mit ihr eine neue Beziehung aufbauen? Gab es Streit in Eurer Beziehung? Zerwürfnisse? Entfremdung? Probleme? Seitensprünge? Wie war Eure Beziehung vor der Trennung? Kam die Trennung völlig überraschend, oder gab es vorher Anzeichen?

Eine plötzliche Trennung, so wie Du sie schilderst, ist auf jeden Fall ein ziemlicher Schock und verursacht grossen Schmerz. Und besonders, wenn Du erfährst, dass Dein Mann neuerdings eine wesentlich ältere Freundin hat, hintersinnst Du Dich wahrscheinlich und fragst Dich, was Du alles falsch gemacht hast oder, noch schlimmer, was an Dir wohl nicht alles falsch sei. Das wäre zwar sehr verständllich, aber tu es nicht, es hilft Dir nicht. Stattdessen lohnt es sich, in Ruhe über obige Fragen nachzudenken. Wenn Du willst, kannst Du mir gerne schreiben, was Dir dazu so einfällt. Ich werde dann versuchen, spezifischer auf Deine Situation einzugehen.

Herzlich

— Daniel
 

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